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Modelle & Dioramen
Hasegawa, 1/48 Ein Beitrag von Christian Ristits Vorwort: Nachdem   ich   auf   N24   eine   tolle   Dokumentation   über   die Boeing   EA-18G   "Growler"   gesehen   hatte   sollte   dies   mein nächstes   Projekt   werden.   Die   "Growler"   ist   eine   Variante der      "Super-Hornet"      und      wird      vorwiegend      für      die elektronische   Kriegsführung,   z.B.   das   Stören   feindlicher Radaranlagen    sowie    deren    Vernichtung    mit    "HARM"- Flugkörpern   (High   Speed   Anti-Radar   Missile),   eingesetzt. Der   Rest   der   Flotte   kann   danach   relativ   gefahrlos   zum   Ziel vordringen und Ihren eigentlichen Einsatz ausführen. Passend    hatte    ich    einen    Bausatz    einer    EA-18G    von Hasegawa   in   meinem   Regal.   Ein   Eduard   PE-Set   für   die Schleudersitze    und    das    Interieur    sowie   Aires    „Nozzles“ sollten   das   Modell   entsprechend   verfeinern.   Als   Variante entschied     ich     mich     für     die     anhand     des     Bausatzes darstellbare   Maschine   mit   der   Nr.   550   der   "Vikings"   -   VAQ- 129.    Diese    Einheit    wurde    als    erste    mit    der    "Growler" ausgestattet. Auch   die   Bemalung   mit   den   roten   Leitwerken gefiel   mir   sehr   gut   und   sollte   dem   Modell   zusätzlich   an Attraktivität bescheren.
Modell - Journal
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Zum Bau: Begonnen   wird   der   Bau   lt. Anleitung   wie   üblich   mit   dem   Cockpit.   Die   Eduard   PE-Teile   ergänzen den   Bausatz   perfekt.   Etwas   schwieriger   gestaltete   sich   der   Zusammenbau   des   Rumpfes.   Ob   es am   Bausatz   lag   oder   an   meinen   Fähigkeiten,   mit   ein   paar   Nahtstellen   musste   ich   leben.   Diese habe ich im Nachgang aber ordentlich verspachtelt und nachgearbeitet.  
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Zuletzt   folgten   die   Außenlasten.   Ich   entschied   mich   für   die   AN/ALQ   Störbehälter   (Low-   und   High-Band)   sowie   die   beiden   externen   Zusatztanks.   Raketen wollte   ich   nicht   zeigen,   da   meiner   Meinung   nach   der   Gesamteindruck   bzw.   der   Realitätsgrad   der   Modelle   darunter   leidet   (man   möge   mir   diese   Aussage verzeihen). Die beiden Radar-Empfänger an den Spitzen der Flügel sind obligatorisch. Eine   Schicht   Seidenmatt-Klarlack   versiegelte   das   Modell.   Die   Schubdüsen   wollte   ich   ganz   zum   Schluss   montieren.   Dazu   hatte   ich   mir   wie   oben   erwähnt   das passende    Set    von   Aires    bestellt    (Open    Nozzles).    Leider    habe    ich    relativ    rasch    festgestellt,    dass    die    Einbau-Länge    nicht    zum    Bausatz    passt    -    die Querverstrebung   der   Höhenruder   steht   im   Weg.   Auch   der   Einbau   des   Kanals   kann   nachträglich   nicht   mehr   durchgeführt   werden,   dieser   ist   schlichtweg   zu dick.   Hier   blieb   mir   leider   nichts   anders   übrig,   als   nun   doch   auf   die   Teile   der   Box   zurückzugreifen.   Wenigstens   konnte   ich   die   Aires-Nozzles   montieren, welche das Modell auf jeden Fall bereichern - und wer sieht schon so genau in den Triebwerksauslass eines 1:48 Modells...es sei denn er ist Preisrichter ;-) Fazit:   Trotz   eines   (für   mich)   relativ   anspruchsvollen   Bausatzes   entstand   am   Ende   ein   meiner   Meinung   nach   sehr   schönes   Modell.   Die   "Growler"   sieht   man nicht   alle   Tage   und   gerade   mit   den   Zubehör-Sets   ist   der   Bausatz   für   den   erfahrenen   Modellbauer   zu   empfehlen.   Mit   knapp   50   EUR   Kaufpreis   (gekauft   in einem Modellbaushop in der Altstadt von Caorle) ist dieser auch vernünftig angesetzt. Christian Ristits
Ein   Eduard   Maskier-Set   erleichterte   mir   das Abkleben   des   zweisitzigen   Jets.   Leider   weißt   das   Canopy   eine   Trennlinie   auf,   diese   habe   ich   aber   so   belassen. Nach einem Pre-Shading mit Schwarz, Weiß und Blau erfolgte die Lackierung mit Gunze H308 und H307. Die   roten   Leitwerke   wurden   mit   Gunze   H327   entsprechend   lackiert.   Nach   weiteren   Farbdetails   folgte   danach   wie   üblich   eine   Schicht   Klarlack,   um   die   Decals ohne Silvering anbringen zu können. Mit   den   Decals   hatte   ich   einige   Probleme,   hier   bin   ich   wohl   von   den   vorigen   Bausätzen   und   oftmals   eingesetzten   Cartograf-Decals   sehr   verwöhnt.   Die Hasegawa   Decals   rissen   relativ   rasch   ein,   gerade   am   Leitwerk   ist mir   dies   ein   paar   Mal   passiert.   Schade   auch,   dass   die   Position des   "Hundes"   vorne   links   falsch   angegeben   ist,   dies   habe   ich leider    zu    spät    bemerkt,    eine    Korrektur    war    leider    nicht    mehr möglich. Alles in Allem eine sehr heikle Angelegenheit. Die   Maschine   wollte   ich   auch   lt.   den   Referenzfotos   nicht   zu   stark verwittert    zeigen,    aber    etwas    "Charakter"    musste    schon    sein. Deshalb   habe   ich   das   Modell   mit   Flory-Models   "grey"   bearbeitet. Schwierige     Bauteile     wie     die     Fahrwerksbuchten     oder     das Fahrwerk selbst altere ich mit AK-Interactive Produkten. Die   Leitwerke,   Höhenruder   (diese   sind   beweglich   gehalten)      und Klappen   (wollte   ich   in   ausgefahrenen   Zustand   zeigen)   habe   ich übrigens   separat   vom   Rumpf   bearbeitet.   Somit   kann   man   bis zum Ende noch sauber arbeiten. Ein   Bausatz   im   Bausatz   stellt   für   mich   das   Fahrwerk   dar,   dieses habe   ich   nochmals   mit   etwas   Draht   verfeinert.   Die   Stabilität   ist großartig   und   bei   so   einem   schweren   Modell   auch   notwendig.     Ebenso    verfeinert    habe    ich    das    Innenleben    des    Canopy,    hier kamen   viele   PE-Teile   sowie   einiges   an   Draht   zum   Einsatz.   Das Canopy   wollte   ich   übrigens   geschlossen   halten,   um   die   schöne Linie des Zweisitzers nicht zu stören.