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Modelle & Dioramen
Da   es   mein   erster   ICM   Bausatz   war,   hatte   ich   erst   Bedenken   über   die Passgenauigkeit,   doch   selbst   komplizierte   Baugruppen,   wie   der   Rahmen mit   Motor,   das   Fahrgestell   und   das   Führerhaus   ließen   sich   problemlos zusammensetzen.    Am    Motor    ergänzte    ich    die    Zündkabel    und    einige Versorgungsleitungen,   die   natürlich   nach   Fertigstellung   des   LKWs   unter der   Fahrerkabine   auf   nimmerwiedersehen   verschwinden,   außer   man   stellt das   Fahrerhaus   in   gekippter   Stellung,   z.B.   für   eine   Wartungsszene   dar. Eine schöne Option, die ICM den Modellbauer anbiedet. Die   Druckluftbemsen,   und   die   im   Reifendruck   veränderbaren   Räder   wurden ebenfalls   mit   Leitungen   versehen.   An   der   rechten   Rahmenseite   wurde   das Kabel    verlegt,    welches    von    der    sich    im    hinteren    Bereich    befindlichen Kabeltrommel   durch   eine   Öffnung   im   Rahmen   und   über   Umlenkrollen   vor zur Kabine zieht. Bei   den   auf   beiden   Seiten   angebrachten   Druckluftbehältern   wurden   die Spanngurte   aus   Kunststoff   durch   Ätzteilreste   ersetzt,   welche   zur   besseren Verarbeitung mit dem Feuerzeug ausgeglüht wurden. An    den    Tanks    wurden    ebenfalls    Kraftstoffleitungen    verlegt,    und    der Hubzylinder    für    das    Gestell,    welches    das    Erastzrad    beherberg    mit Hydraulikleidungen versehen.
Modell - Journal
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Die   große,   offene   Pritsche   lädt   natürlich   zum   Beladen   ein.   So   habe   ich   aus   Mangel   an   Ladegut,   das   kommt   in   diesem   Maßstab   bei   mir   als   eingefleischter 1/48er   Flugzeugbauer   wirklich   selten   vor,   Elektronikkomponenten   drapiert,   und   mit   einem   in   Weißleim   getränkten   Taschentuch   verdeckt.   Im   Vordergrund wurden einige Resinkisen aus meinem kleinen Militärbestand ergänzt. Nach dem Trockenen und der Bemalung ist nicht mehr ersichtlich, was sich unter der Plane verbirgt. Gealtert wurde das Fahrzeug mit Pigmenten und Washings, erstere wurden in Wasser gelöst und mit dem Pinsel an das Fahrzeug gespritzt. Alles in allem hat der Bau sehr viel Spaß gemacht, und war auch eine willkommene Abwechslung zum Flugzeugbau. Der Bausatz ist nur zu empfehlen. Weiter so ICM! Joachim Weidinger
Modell und Text: Joachim Weidinger Fotos: Thomas Schneider
ICM, 1/35 Ein Beitrag von Joachim Weidinger Beim    KamAZ-4310    handelt    es    sich    um    einen    mittel- schweren   allradangetriebenen   6X6   LKW,   der   im   Zeitraum zwischen   1981   und   1995   im   russischen   KAMAZ-Werk   in Nabereschnyje Tschelny vom Band lief. Der    Prototyp    wurde    bereits    1971,    also    zehn    Jahre    vor seiner   Serienproduktion   vorgestellt,   und   wies   bereits   die Merkamle   der   späteren   Serie   auf,   wie   etwa   den   perma- nenten   Allradantrieb,   der   sechs   mit   Einzelbreifung   ausge- statten Achsen   antrieb,   ein   kippbares   Fahrerhaus   und   den 210    PS    starken    (später    auf    220    PS    gesteigerten)    8 Zylinder Dieselmotor vom Typ KamAZ-740. Eingesetzt    bei    den    russischen    Streitkräfen,    kam    der KamAZ-4310   ab   1987   auch   in   der   ehem.   DDR,   bei   der NVA, zum Einsatz.
Der Aufbau: Wirken   die   bisher   von   ICM   erschienenen   Modelle   vom   Typ   ZiL   wie   wahre   LKW-Dinosaurier,   so kommt    der    KamAZ-4310    im    modernen    Outfit    daher,    was    eine    schöne    Abwechslung    in    der russischen LKW-Szene darstellt. Der   Bausatz   besteht   aus   302 Teilen   die,   bis   auf   Klarsichtteile   und   Reifen,   aus   einem   relativ   weichen Kunststoff   gefertigt   sind.   Dies   hat   den   Vorteil,   dass   filigrane   Bauteile   nicht   sofort   brechen,   wenn man sie mal etwas schräg ansieht. Die   Bauanleitung   ist   übersichtlich   gestaltet,   was   durch   die   kleinen   Bauabschnitte   gewährleistet wird.
Eine weitere schöne Option ist die, mit Lenkeinschlag darstellbare Vorderachse, was dem Modell mehr Lebendigkeit verleiht. Die   Klebeverbindungen   sind,   wenn   man   die Achse   im   eingeschlagenen   Zustand   darstellen   möchte,   allerdings   nicht   besonders   stabil   und   wurden   von   mir   mit Messingröhrchen   verstärkt,   was   auch   die   Verbindung   von   Achse   und   Rädern   stabilisiert.   Die   filigranen   Einzelteile   der   Fahrerkabine   machten   mich   erst skeptisch, was die Passgenauigkeit angeht, aber auch hier wurde ich von ICM eines bessern belehrt, und die Kabine ließ sich problemlos montieren. Die   Haltebügel   am   Armaturenbrett   wurden   durch   dünneren   Draht   ersetzt.   Eine   weitere   Option   sind   die   offen   darstellbaren   Türen,   von   der   ich   ebenfalls Gebrauch machte. Bei der Tür, die geschlossen dargestellt wurde, musste ich allerdings die Handkurbel weglassen, da sie im Konflikt mit dem Beifahrersitz stand, aber im zusamengebauten Zustand sowieso nicht mehr sichtbar ist. Das Fahrerhaus wurde mit Revell SM361 lackiert, was den typischen Farbton, für russische Militär-LKWs gut wiedergibt. Die Teile wurden anschließend von mir poliert, da der Grünton bei den russischen Fahrzeugen einen relativ starken Glanzgrad aufweist, und nicht matt ist wie bei westliche Mustern bzw. Kampfpanzern.
Das Untergestell der Pritsche hatte keine Farbangaben. Auf Bildern ist aber zu sehen, dass das Gestell schwarz lackiert ist, wie auch das übrige Fahrgestell. Die schwarzen Fahrwerksteile und Schutzbleche sind ebenfalls stark seidenmatt glänzend, was ebenfalls durch eine leichte Politur erreicht wurde. An den Trittstufen des Führerhauses wurden aus Messingröhrchen und Nähgarn die zusätzlichen Einstiegshilfen ergänzt. Die   Decals   sind   sehr   dünn,   und   lassen   sich   gut   mit   Weichmacher   verarbeiten.   Leider   gibt   ICM   keinerlei   Informationen   zu   den   Markierungsvarianten   der Fahrzeuge,   sodass   ein   nicht   eingefleischter   Militärspezialist   wie   ich   keine   Zuordnung   treffen   kann,   und   u.   U.   Sein   Modell   in   eine   falsche   Szenerie   einbauen würde.   Leider   fehlt   auch   der   markante   KamAZ-Schriftzug   an   der   Front,   was   vermutlich   mit   Urheberrechten   zu   tun   hat.   Es   gibt   allerdings   Zurüstteile   aus   Resin (standen mir leider nicht zur Verfügung), wo der Schriftzug schön wiedergegeben ist. Was   auch   noch   fehlt,   sind   die   auf   dem   Deckbild   dargstellten   Handgriffe   hinter   den   Türen,   diese   sind   aber   auf   vielen   Bildern   von   Originalfahrzeugen   auch nicht vorhanden, und man sieht nur zwei Bohrungen, wo sie angebracht sein sollten.
Verwendete Farben Model Master: 2008 Raw Sienna Metalizer Aluminium Semi-Gloss Clear Pigmente/Washings: Vallejo: Pigmente 73104 Light Siena Wash 76.507 Dark Rust Wash 76.514 Dark Brown Wash 76.515 Light Gray Wash 76.516 Gray Fehler: Die Stoßstange gehört 180 Grad gedreht montiert Baustufe 16 und 17: Ventildeckel (Nr. A22 und A23) vertauscht Lage der Einspritzanlage stimmt nicht, müsste weiter hinten am Motorblock liegen, deshalb können die Einspritzleitungen nicht originalgetreu verlegt werden. leider fehlt der Kamaz Schriftzug an der Front (vermutlich rechtl. Gründe), es gibt Aftermarket Ersatz Ergänzungen/Änderungen: Bei den Druckluftbehältern wurden die Spannbänder durch Messinabfälle von Äzteilen  ersetzt (Messing über Feuerzeug ausklühen → Messing lässt sich eichter biegen und der Form anpassen, keine Spannung auf dem Material). Leitungen aus Messingdraht  ergänzt. Luftansaugstutzen nicht schwarz sondern in grün wie Kabine lackiert Bremsleitungen an den Hinterachsen ergänzt Teibstoffleitungen an den Tanks ergänzt Leitungen und Kabel an den Lampen (Stoßstange) und Dach hinzugefügt Trittstufen ergänzt Decals: Die Decals lösen sich schnell vom Trägerpapier, und reagieren sehr gut auf Weichmacher. Die Instrumentendecals sind ohne Trägerrand gedruckt → kein Silberrand Varianten: Leider sind keine Hinweise vorhanden, zu welchen Einheiten die Fahrzeuge gehören.
Revell: Schwarz Nr.6 Schwarz Nr.9 antrazit Grün NR.SM361 Grau Nr.47
Humbrol: Grau Nr.64
Pastellkreiden von Rambrandt