© Thomas Schneider originalundmodell.de 2014 V1.12
© kitchecker.com 2018
In
den
beiden
Innenseiten
des
Cockpits,
also
an
den
großen
Rumpfhälften,
befinden
sich
drei
riesige
Auswerfermarken,
die
müssen
gefüllt
und
verschliffen
werden,
weil
man
die
später
sonst
sehen
würde.
Viel
Arbeit
in
dieser
Art
gibt
es
auch
bei
den
Lufteinlässen.
Diese
bestehen
aus
vielen
Halbschalen
und
da
müssen
natürlich
im
sichtbaren
Bereich
die
Klebenähte
gespachtelt
und
geschliffen
werden.
Selbiges
gilt
für
die
Nozzles.
Diese
bestehen
bei
der
T-2
aus
zwei
strukturlosen
Röhren,
die
ich
mit
Alclad
Burnt
Iron
lackiert
habe.
Viel
zu
Kleben
und
zu
Schleifen
verschafft
uns
auch
die
tolle
Möglichkeit
alle
Steuerflächen
des
Trainers
in
jedem
beliebigen
Winkel
darzustellen.
Jedoch
ist
hier
die
Passung
recht
gut
und
die
Teile
finden
schnell
zusammen.
Gerade
bei
so
etwas
arbeite
ich
gerne
mit
flüssigem
MEK-Kleber,
den
ich
mit
einem
Pinsel
zwischen
die
Teile
fließen
lasse.
Danach
wird
verschliffen
und
bei
dem
ein
oder
anderen
Teil
sind
keine
weiteren
Arbeiten
notwendig.
Bei
anderen
kann
man
an
den
Flügelvorderkanten
noch
einen
kleinen
Spalt
erkennen.
Dieser
ist
zwingendst
zu
entfernen!
Alles
andere
ist
Pfusch
am
Bau!
Ich
mach
das
mit
meiner
Sekundenkleber-
Spachtelmethode,
die
ich
bereits
in
einem
meiner
Videotutorials
vorgestellt
habe.
Nach
dem
Verschleifen
erhalte
ich
eine
richtig
schöne,
harte
Oberfläche,
die
sich
super
gravieren
lässt.
Nachdem
die
beiden
Rumpfhälften
zusammengeklebt
wurden,
müssen
die
Spalte
ebenso
gespachtelt
und
Panellines
und
Nieten
wieder
hergestellt
werden.
Gerade
an
der
Oberseite
hinter
dem
Cockpit
ist
es
wichtig
was
zu
machen.
Mit
meinem
Nietenstanzwerkzeug
hat
das
auch
ziemlich
gut
geklappt.
Wenn
bisher
alles
recht
gut
zusammenpasst
und
wenige
kleine
Spalten
entstanden,
hat
das
am
Übergang
zu
den
Flügeln
ein
Ende.
Denn
wenn
man
die
Flügel
das
erste
Mal
dranhält,
fragt
man
sich
schon
erstmal
wie
man
das
machen soll. Doch mit etwas viel Schleifen, noch etwas mehr Spachtel- also diesmal richtiger Spachtel- wird es letzten Endes schon ansehnlich.
kitchecker
Modell, Bilder und Text: Florian Jung
Special Hobby „Red & White Trainer“ 1:32
Ein Beitrag von Florian Jung
Es
begann
bei
der
Modellbaumesse
in
Ried
2017,
als
mir
Thomas
den
Bausatz
in
die
Hand
drückte.
„Was
soll
ich
damit?“
waren
meine
Worte.
„Bauen
und
berichten“
waren
seine.
Eine
innere
Stimme
sagte
mir
„lass
die
Finger
davon,
du
hast
genug
andere
Bausätze
zum
bauen
und
der
Vogel
gefällt
dir
nicht“.
Doch
die
innere
Stimme
war
in
der
Geräuschkulisse
der
Ausstellung
kaum
zu
hören.
Also
sagte
meine
äußere
Stimme
„Ja
klar,
mach
ich!“.
Logisches
Denken
ist
in
einem
Modellbauer
Gehirn
ausgeschaltet,
wenn
es
darum
geht
einen
neuen
Bausatz
zu
bekommen.
Dürfte
dem
Ein
oder
Anderen
durchaus
bekannt
vorkommen.
Aber
als
ich
dann
Zuhause
die
Schachtel
öffnete,
mir
die
zwar
etwas
kleine,
aber
sehr
schöne bunte Bauanleitung ansah und einen Guss-Ast
Nachdem
alles
verspachtelt,
verschliffen
und
nachgraviert
wurde,
geht
es
endlich
ans
Lackieren.
Und
schlagartig
wird
einem
bewusst,
dass
man
hier
die
zwei
am
schwierigsten zu lackierenden Farben an einem Modell hat: Rot und Weiß.
Vor
allem
das
Weiß
ist
der
letzte
Sch...
Ich
habe
schon
viele
Hersteller
ausprobiert
und
versuchte
es
diesmal
wieder
mit
dem
Klassiker
Tamiya.
Zuerst
wurde
alles
mit
Tamiya
Grey
Primer
grundiert
um
eine
gleichmäßige
Oberflächenfarbe
zu
bekommen.
Darauf
kam
mit
einem
Grauton
auf
der
rechten
Flugzeugseite
ein
klassisches
Pre-Shading
und
auf
der
linken
Seite
probeweise
mal
ein
Black
Basing
mit
dem
selben
Farbton.
Darauf
wurde
dann
zuerst
das
hochverdünnte
Weiß
in
mehreren
Schichten
auflackiert.
Die
roten
Bereiche
des
Trainers
kommen
dann
zum
Schluss
noch
dran.
Eine
Schicht
Klarlack
vereinfacht
grundsätzlich
das
Aufbringen
und
Zurechtrücken
der
Decals,
die
jetzt
an
der
Reihe
waren.
Dabei,
so
sei
gewarnt,
ist
allerhöchste
Vorsicht
geboten.
Denn
bereits
nach
wenigen
Sekunden
Wasserkontakt,
lösen
sich
die
Aufkleber
vom
Trägerfilm.
Wer
da
nicht
aufpasst
hat
damit
zu
kämpfen
aufgerollte
oder
zusammengeklappte
Decals
wieder zu entwirren. Zusätzlich ist das Material sehr labil und zerreißt sehr leicht. Eine chirurgische Geduldsaufgabe...
Aber
irgendwann
ist
auch
das
geschafft
und
wunderschön
bunte
amerikanische
Hoheitsabzeichen
prangen
an
dem
Modell.
Farblich
passt
das
alles
ganz
gut
zusammen und auch das Haifischmaul wertet den Look des Red & White Trainers erheblich auf.
Nachdem
ich
ein
paar
Schichten
Klarlack
aufgetragen
hatte,
diesmal
mit
dem
Bodenversiegelungsklassiker
Future,
kam
das
Washing
dran.
Ich
habe
mir
viele
Bilder
dieser
Maschine
angesehen
und
dem
Durchschnitt
entsprechend
eine
leichte
Schmutzschicht
aufgetragen,
mit
ein
paar
einzelnen
stärker
verschmutzten
Partien.
Wie
immer
verwendete
ich
dabei
verdünnte
schwarze
Ölfarbe.
Mit
dem
Odorless-
Thinner
von
AK
kann
man
dann
sowas
auch
im
Wohnzimmer
machen,
ohne
dass
die
Angetraute
über
schlechte
Gerüche
schimpft.
Schimpfen
musste
jedoch
ich
wieder
bei
den
Klarsichtteilen
die
in
das
Leitwerk
eingepasst
werden
sollen
um
später
rot
lackiert
zu
werden.
Denn
die
sind
eigentlich
viel,
viel,
viel
zu
groß.
Die
musste
ich
spalten
und
zurecht
schnitzen,
damit
sie
in
die
vorgesehenen
Spalte
passten.
Die
Klarsichtteile
an
den
Flügeltankspitzen
und
an
der
Unterseite
hingegen
passen
sehr
gut.
Die
Tanks
selbst
kann
man
übrigens
ohne
zu
Kleben
einfach
auf
die
Flügelenden
aufstecken,
so
gut
passen
die.
Auch
die
Sitze
passen
sehr
gut
in
ihren
vorgegebenen
Platz
und
vervollständigen
somit
das
Cockpit,
sodass
die
Haube
aufgesetzt
werden
kann.
Aber
auch
wenn
das
Canopy
offen
dargestellt
werden
soll,
richtig
weit
auf
geht
die
Haube
trotzdem
nicht.
Man
fragt
sich,
wie
da
ein
Pilot
reinkommen
soll.
Und
tatsächlich,
beim
Vergleich
mit
Fotos
vom
Original
muss
man
feststellen,
dass
der
Deckel
eigentlich
viel
weiter
aufgeht.
Das
Gestänge
des
Mechanismus
der
das
Kabinendach
auf
und
zu
macht,
müsste
länger
sein.
Ich
hab's
jetzt
erstmal
so
gelassen
und
werde
es bei Gelegenheit mal austauschen.
nach
dem
Anderen
inspizierte,
wurde
ich
dann
doch
recht
heiß
auf
den
Kit.
Das
Auffinden
von
zwei
richtig
tollen
Resinsitzen
war
dann
das
Highlight
für
mich!
Aber
auch
das
Plastik
sieht
richtig
gut
detailliert
aus,
mit
vielen
feinen
Gravuren.
Da
es
sich
schließlich
um
einen
short
run
Kit
handelt
bin
ich
schon
überrascht
über
die
gute
Qualität.
An
manchen
Stellen
ist
die
Oberfläche
zwar
etwas
seltsam
geformt,
aber
das
ist
meist
in
nicht
sichtbaren
Bereichen
und
fällt
auch
sonst
kaum
auf.
Der
Oberknaller
ist
für
mich
allerdings
das
Canopy.
So
dermaßen
klares
durchsichtiges
Plastik
habe
ich
selten
gesehen.
Das
ist
Spitzenklasse!
Also
ging
es
kurz
nach
Neujahr
los
mit
der
Bauerei.
Wie
so
oft
beginnt
alles
mit
dem
Bau
des
Cockpits,
das
aus
relativ
vielen
Teilen
besteht.
Diese
sind
gar
nicht
so
einfach
zu
finden,
denn
bei
diesem
Kit
sind
keine
Zahlen
am
Guss
Rahmen,
die
eine
Identifizierung
der
Teile
ermöglichen.
Aber
keine
Angst,
in
der
Bauanleitung
sind
alle
Teile
am
Guss
Ast
abgebildet
und
man
kann
anhand
der
Position
genau
bestimmen
welches
Teil
zu
verwenden
ist.
Das
ist
zwar
etwas
umständlich
und
auch
neu
für
mich,
aber
machbar.
Als
nächstes
stellte
ich
bei
der
Bearbeitung
der
Cockpitteile
fest,
dass
das
Plastik
extremst
weich
ist.
Hier
muss
man
wirklich
sehr
vorsichtig
vorgehen,
um
nicht
aus
Versehen
zu
viel
weg
zu
schleifen.
Das
muss
aber
nicht
zwingend
ein
Nachteil
sein,
denn
so
kann
man
schneller
arbeiten.
Die
Passgenauigkeit
empfinde
ich
als
eine
8
von
10
bisher.
Das
Instrumentenpanel
und
die
Seitenkonsolen
sind
sehr
schön
detailliert
finde
ich.
Die
beiliegenden
Decals
müssen
kompliziert
ausgeschnitten
werden,
denn
die
Rahmen
der
einzelnen
Instrumente
sind
eigentlich
Schwarz
und
nicht
grau.
Mit
der
Nagelschere
ausgeschnitten
und
eingefügt
ergibt
sich
aber
dadurch
ein
sehr
realistisches
Bild,
das
mir
sehr
gut
gefällt.
Was
bei
fast
allen
Kits
dagegen
extremst
unrealistisch
ist,
das
vollständige
Fehlen
von
Kabeln
die
aus
Armaturen
hinten
heraus
kommen
sollten.
So
auch
hier.
Aber
die
Arbeit
hält
sich
in
Grenzen,
denn
wenn
bei
vielen
Bausätzen
an
dieser
Stelle
sogar
nicht
mal
die
Armaturen
vorhanden
sind
und
mühevoll
nachgebildet
werden
müssen,
sind
diese
hier
vollzählig
angetreten.
Lediglich
besagte
Verkabelung
muss
ergänzt
werde.
Ich
verwendete
hier
einen
0,3mm
Bleidraht.
Die
Instrumente
mit
dem
Handbohrer
hinten
aufgebohrt,
Bleidraht
rein,
einen
Tropfen
Sekundenkleber
drauf,
fertig!
Die
Kabelenden
kann
man
dann
entweder
hinter
dem
vorderen
Sitz
verschwinden
lassen,
oder
so
wie
ich
nochmal
ein
paar
Löcher
bohren
um
sie
in
dem
Blech
einzuführen.
Leider
fand
ich
hier
trotz
langer
Recherche
keine
entsprechenden
Fotos
dieser
Stelle.
Das
Ergebnis
dieser
Arbeiten
überzeugt
aber
durchaus
wie
ich
finde.
An
den
schönen
Resin-Sitzen
die
mitgeliefert
werden,
muss
erfreulicher
weise
nichts
ergänzt
oder
verändert
werden.
Die
sehen
einfach
super
aus.
Da
muss
einem
nur
noch
eine
ansprechende
Bemalung
gelingen.
Decals
drauf,
etwas
weathering
und die Sitze sind ein echter Eyecatcher. Später gut sichtbar ist die Arbeit an dieser Stelle nicht vergebens.
Fazit:
Der
Bausatz
wartet
mit
teils
tollen
Details
auf
und
kann
fast
aus
der
Schachtel
gebaut
werden,
ohne
dass
wichtige
Dinge
fehlen.
Gut,
Spiegel
am
Kabinendach
wären
noch
schön
gewesen
und
allgemein
mehr
Details
in
diesem
Bereich.
Die
Passung
lässt
an
manchen
Stellen
etwas
zu
wünschen
übrig
und
die
Decals
stellen
einen
vor
eine
große
Herausforderung.
Aber
letzten
Endes
hat
man
wirklich
ein
schönes
Modell
dieses
doch
eher
ungewöhnlichen
Trainingsflugzeuges
da-
stehen,
dass
man
sich
gerne
immer
wieder
ansieht.
Wirklich
empfehlen
würde
ich
diesen
Kit
allerdings
nur
erfahrenen
Modellbauern,
die
mit
den
von
mir
angesprochenen Schwachstellen umgehen können. Und wer genau dieses Muster bauen will, dem bleibt sowieso keine andere Alternative.
Happy Modelling
Florian Jung