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Modelle & Dioramen
Von   den   geschätzt   knapp   fünfzig   produzierten   Maschinen   der   A-Serie   wurden   einige   noch   bei   Nachtjagdeinheiten   verwendet,   andere   dienten   zum   Zweimot- Training zukünftiger Me-262 Piloten, andere wieder sollten als geplante „Pulkzerstörer“ oder in Mistel-Kombinationen aufgebraucht werden. Der   Bausatz   bietet   alles,   was   ein   unaufwändiges   und   relativ   problemloses   Bauvergnügen   benötigt.   Sogar   eine   Ätzteilplatine   legt   Dragon   dem   „3   in   1“   Bausatz bei.   Allerdings   sind   diese   Teile   größtenteils   der   Darstellung   des   FuG   220   Lichtenstein   gewidmet,   was   mir   nicht   sehr   sinnvoll   erscheint,   da   die   runden Dipolantennen in diesem Maßstab wohl niemals befriedigend von flachen Ätzteilen dargestellt werden können. Die    Bausatzteile    zeigen    eine    sehr    angenehme    Passung,    geizen    allerdings    an    den    wirklich    interessanten    Stellen    ein    wenig    mit    Details.    Cockpit    und Fahrwerksbeinen    habe    ich    deshalb    mit    Ätz-    und    Plastikteilen    aus    den    Restekisten    etwas    „ausgebaut“,    was    gerade    bei    der    Darstellung    mit    geöffneter Kabinenhaube unumgänglich ist. Bei der Darstellung der Kabinen-Verriegelung konnte ich mich an Originalfotos orientieren.
Modell - Journal
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Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro.sachsenhofer@gmx.at Roland Sachsenhofer
Ein   Detail,   das   ich   unbedingt   ändern   wollte,   war   der   horizontale      Stand   des   Modells,   der,   wenn   man   unverändert   aus   der   Schachtel   baut,   zu   aufrecht   ausfällt. Anders   als   bei   den   V-Mustern   zeigen   Abbildungen   der   Serienmaschinen   diese   meist   mit   tief   durchgedrückten   Hauptfahrwerk-   Federbeinen.   Eine   ziemlich eindrucksvoll „hockende“ Moskito ist dann das Resultat. Um   diese   Eigenheit   darstellen   zu   können,   habe   ich,   ganz   dem   wirklichen   Vorgang   entsprechend,   die   Federbein-Bauteile   um   ca.   je   3mm   gekürzt.   Im   Nachhinein gesagt   hätten   es   ruhig   noch   ein,   zwei   Millimeter   mehr   sein   können.   Aber   auch   so   ahmt   das   Modell   nun   den   hecklastigen   Sitz   einer   betankten   Ta-154   ganz   gut und befriedigend nach. Mein Modell zeigt übrigens Werknummer 120004 in der Form, wie sie in Erfurt 1944 in der Einsatzerprobung gestanden hat. Auch   für   meine   zweite   Ta-154   kann   ich   resümieren,   dass   es   sich   um   einen   gut   gemachten   und   empfehlenswerten   Bausatz   eines   recht   eindrucksvollen Flugzeuges handelt, der es durchaus verdient, öfters einmal auch gebaut zu werden!
Modell, Bilder und Text: Roland Sachsenhofer
Baustufen:
Dragon, 1/48 Ein Beitrag von Roland Sachsenhofer Die   Ta-154   entstand   zu   einer   Zeit,   in   der   die   Dringlichkeit, ja    die    Überfälligkeit    eines    spezialisierten    Nachtjägers offensichtlich     geworden     war.     Anders     als     die     Kon- kurrenzprojekte   Do-335   oder   He-219   hatte   dieser   Entwurf den   für   die   Führung   ansprechenden   Vorteil,   mit   über   50 Prozent    aus    dem    in    großen    Mengen    zur    Verfügung stehenden Werkstoff Holz zu bestehen. Nach    dem    Erstflug    im    Juli    1943    schien    die    Ta-154    zu großen   Hoffnungen   Anlass   zu   geben;   flugs   hatte   man   aus propagandistischen     Gründen     dem     vielversprechenden Muster    den    Projektnamen    „Wespe“    entzogen    und    den inoffiziellen    Namen    „Moskito“    verliehen.    Die    Anspielung war klar: dem gegnerischen überlegenen „Wooden
Wonder“,   der   D.H.   98   „Mosquito“,   dass   sich   zu   dieser   Zeit   relativ   ungefährdet   über   Deutschland   bewegen   konnte,   sollte   bald   wirksam   mit   einer   eigenen Moskito entgegen getreten werden können. Allerdings   sollte   es   sich   bald   zeigen,   dass   sich   dies   in   der   geplanten   Form   nicht   verwirklichen   lassen   würde.   Schwierigkeiten   erwuchsen   der   Ta-154 ironischerweise   aus   gerade   dem   Umstand,   der   sie   für   das   RLM   so   attraktiv   gemacht   hatte:   der   für   die   anspruchsvolle   Verleimung   der   Holzwerkstoffe verwendete   Klebstoff   begann   nach   kurzer   Zeit   das   Holz   an   den   Klebestellen   zu   zersetzen.   Fatale   Abstürze   waren   die   Folge,   ein   Erprobungsstopp   kostete wertvolle   Zeit-   und   selbst   als   das   Problem   mit   dem   verwendeten   Klebstoff   rasch   gelöst   worden   war,   konnte   der   Großserienbau   der   Ta-154   nicht   mehr   gerettet werden. Das Konkurrenzmodell Heinkel He-219 hatte sich als geplanter neuer Nachtjäger der Luftwaffe durchgesetzt.