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Modelle & Dioramen
Die   Entwicklung   kam   im   Jahr   43   gut   voran,   der   Erstflug   der   hier   gezeigten   V1   am   1.   Juli   des   Jahres   präsentierte   eine   aerodynamisch   sauber   ausgelegte Maschine   mit   Potential,   die   zum   Einbau   gekommenen   Jumo   211F   Motoren   mit   je   1340   PS   wurden   später   gegen   zwei   Jumo   211N   ausgetauscht,   welche   die   Ta- 154 auf imposante 680 Km/h beschleunigten. Die   weitere   Entwicklung   des   Musters   wurde   jedoch   schnell   von   schwerwiegenden   Problemen   mit   dem   verwendeten   Klebstoff   „Tego-Film“   überschattet,   der beinahe   schon   das   Ende   der   „Moskito“   gebracht   hätte.   Der   zur   Verfügung   stehende   Leim   zersetze   das   Holz   an   den   Klebestellen.   Zwar   konnte   mit   einem   neuen Kleber dieses Problem gelöst werden, das Vertrauen der verantwortlichen Stellen in die Ta-154 war jedoch verloren. Noch   1944   wurde   das   gesamte   Ta-154   Projekt   zugunsten   der   Konkurrenzmodelle   Do-335   sowie   Heinkels   He-219   eingestellt,   die   wenigen   produzierten Maschinen der A Serie sollten in der Nachtjagd eingesetzt oder als Mistel-Gespann aufgebraucht werden. Darüber gibt es in einem späteren Artikel zur parallel gebauten Ta-154 A-0 „TQ+XD“ mehr.
Modell - Journal
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Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro.sachsenhofer@gmx.at Roland Sachsenhofer
Das   Modell   entstammt   dem   Dragon-Bausatz   5522   „Ta-154   Moskito   -/3   in   1“   aus   dem   Jahr   1996,   wobei   ich   einige   Decals,   dem   zeitgleichen   Bau   zweier   Modelle geschuldet- aus dem Revell Bausatz 04535 entnommen habe. Der   Bau   selbst   verlief   weitestgehend   problemlos,   wobei   einzig   die   unglücklich   platzierten   Auswerfermarken   auf   den   Innenseiten   aller   Fahrwerksklappen   einen gewissen Mehraufwand nötig gemacht hat. Der   Detaillierung   von   Cockpit   und   Fahrwerksbeinen   habe   ich   etwas   auf   die   Sprünge   geholfen,   was   vor   allem   bei   der   geöffneten   Kanzelhaube   notwendig   war:   hier ist   der   Verrieglungsmechanismus   mit   aus   der   Restekiste   geborgtem   Blech   dargestellt   worden.   Das   Gurtzeug   stammt   von   Eduard,   ansonsten   wurden   noch   die Bremsleitungen an den schön gemachten Hauptfahrwerksbeinen ergänzt. Ursprünglich   wollte   ich   die   Resin-Räder   von   Aires   verbauen,   davon   habe   ich   aber   schnell   abgesehen:   rein   optisch   bringen   sie   keinerlei   Vorteil   gegenüber   den Bausatzteilen,   zum   anderen   sind   die   abgeflachten   Partien   so   tief   ins   Resin   eingesetzt,   dass   mir   ein   sauberes   Absägen   unmöglich   war;   die   Räder   hätten ausgesehen, als sei alle Luft raus… Alles   in   allem   bietet   dieser   Bausatz   eine   Menge   Modellbauspaß   und   ermöglicht   dem   Modellbauer,   einen   formschönen   und   gutaussehenden   Prototyp   in   die   Vitrine zu stellen.
Modell, Bilder und Text: Roland Sachsenhofer
Baustufen:
Dragon, 1/48 Ein Beitrag von Roland Sachsenhofer Die    Ta    154    steht    beispielhaft    für    die    Vielzahl    jener Projekte,    mit    denen    während    des    Krieges    auf    die rasanten    technischen    Entwicklungen,    die    veränderte Kriegslage    sowie    die    immer    prekärer    werdende    Roh- stoffsituation reagiert werden sollte. Die     mangelnde     Koordination     der     verantwortlichen Stellen    in    Verwaltung    und    Rüstungswirtschaft,    oftmals auch   persönlicher   Ehrgeiz   und   karrierebewusste   Rück- sichtslosigkeit   führten   zu   Vergeudung   von   Ressourcen und     dem     vorzeitigen     Ende     so     manchen     vielver- sprechenden Projekts. Bei    Focke    Wulf    sollte    ein    Ende    1942    bereits    ausge- arbeitetes Projekt für einen „Schnellbomber“ zu einem
Nachtjäger   weiterentwickelt   werden.   Eine   Besonderheit   dabei   war   die Auslegung   als   „hölzernes   Wunder“;   ein   hoher   Prozentsatz   der   verwendeten   Materialien für   Rumpf   und   Flächen   sollte   mit   dem   in   großer   Menge   vorhandenen   Werkstoff   Holz   gebaut   werden.   In   dieser   Sparte   legte   in   jenen   Tagen   die   britische   D.H. 98   Mosquito   höchstes   Niveau   vor.   Der   geplante   Name   „Wespe“   wurde   dann   auch   schnell   in   Anspielung   auf   den   überlegenen   britischen   Entwurf   in   „Moskito“ geändert. Kurt   Tank   gelang   es   auch   noch   mit   der   Durchsetzung   der   Bezeichnung   „Ta-154“   sich   selbst   ein   Denkmal   zu   setzen-   auch   wenn   hinter   dem   Projekt   auch andere fähige Persönlichkeiten standen.