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Modelle & Dioramen
Nicht    ganz:    Otto    wollte    ja    ein    kleines    Diorama    mit    seinen Figuren   haben.   Original   Sand   aus   der   Wüste   Nordafrikas   (von Otto)    auf    einem    kleinem    Brett    mit    Holzleim    aufgeklebt    und eingerahmt   ergeben   mit   den   zwei   Figuren   von   Otto   ein   kleines feines Diorama. Was   bleibt:   Zuerst   einmal   der   gebrauch   neuer   Farben.   Vallejo Model    Air    Farben    eignen    sich    sehr    gut    für    schnelles    um lackieren.   Die   Trocknungszeit   und   Deckkraft   ist   kurz   bzw.   sehr gut.   Polier   Arbeiten   mit   rotierenden   Werkzeugen   sollte   man   nur äußerst   vorsichtig   vornehmen.   Und   generell   für   meine   Person eine    neue    Erfahrung    im    Modellbau.   Abschließen    möchte    ich diesen   Bericht   mit   dem   von   mir   verstandenen   Lob   von   Otto   bei seiner   ersten   Begutachtung   seiner   Me   109G-2   gelbe   14:   „Ja bist Du deppert”       Happy Modelling, Guido Veik
Modell - Journal
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Modell, Bilder und Text: Guidi Veik
Umbau:
Monogram / Pro Modeler 1/32 Ein Beitrag von Guido Veik Mit   dieser   Frage:   "Kannst   du   mia   amoi   huifa",   zu   Deutsch: kannst   Du   mir   einmal   helfen,   begrüßte   mich   mein   Freund Otto    Goros    bei    einem    unerwarteten    Besuch.    Wie    denn, erwiderte    ich.    Mit    dieser    Frage    begann    für    mich    ein interessantes Modellprojekt. Otto   hatte   sich   irgendwo   eine   gebaute   Messerschmitt   109 im   Maßstab   1:32   gekauft   und   wollte   sie   im   Diorama   für seine   zwei   neuen   Figuren   von   H.J.   Marseille   und   seinen Flügelmann   Klugbauer   verwenden.   Ich   sollte   sie   einfach   in den   Farbton   von   H.J.   Marseilles   109F-2   lackieren.   Da   mein Freund    ein    ausgesprochener        Spezialist    für    Figuren    ist, (vielen    bekannt    unter    dem    Namen    Hecker    &    Goros), glaubte    er    eine    Messerschmitt    109F    gekauft    zu    haben. Nach   meiner   ersten   Einschätzung   war   es   eine   109G-2   oder G-4.   Um   genau      welchen   Typ   es   sich   handelte   und   welcher Bausatz dahinter steckte, habe auch ich erst einmal recher-
Nach   einer   gründlichen   Bestandsaufnahme,   die   ein   zeitgleiches   Abrüsten   der   dankenswerter   Weise   vom   unbekannten   Modellbauer   nicht   allzu   fest   verklebten Bauteile   beinhaltete,   sah   alles   plötzlich   nicht   mehr   so   Zeitaufwendig   aus.   Zugleich   konnte   ich   feststellen,   dass   es   sich   um   den   Monogramm   /   Pro   Modeller Bausatz   85-5981   der   109G-4   handelte.   Ich   wollte   eigentlich   nur   beide   Kanonenbehälter   entfernen,   die   fehlende   Landeklappe,   den   Antennenmast   und   die Positionsleuchten   erneuern   und   die   spezifischen   Unterschiede   der   G-4   zur   G-2   abändern.   Die   geschlossene   Kanzel,   so   mein   Plan,   sollte   nur   aufgefrischt   und eine   falsch   lackierte   Strebe   mittels   polieren   entfernt   werden.   „Shit   Happens”.   Zuviel   Wärmezufuhr   durch   den   rotierenden   Schwabbel,   der   eigentlich   die   Arbeit erleichtern   sollte,   ließ   die   Kanzel   schmelzen.   Keine   Ersatzhaube,   ein   nur   grob   bemalter   Innenraum,   eine   fehlende   Stauraumklappe   samt   Kopfpanzer   und   von Gurten   keine   Spur!!!   Nun,   da   ich   selbst   für   den   Schaden   verantwortlich   war,   habe   ich   kurzentschlossener   Weise   die   Firma   Revell   angeschrieben,   ob   sie   denn gegen   Übernahme   der   Unkosten,   mir   eine   Kanzel   ihrer   neuen   109   zukommen   lassen.   Umgehend   und   gegen   einen   kleinen   Obolus   als   Gegenleistung,   hat   Revell mir   eine   Kanzel   geschickt.   Ausdrücklich   möchte   ich   in   diesem   Zusammenhang   der   Firma   Revell   danken.   Ähnliches   habe   ich   schon   bei   Mitbewerbern   versucht. Trotz   der   Bereitschaft   von   meiner   Seite   aus   die   Unkosten   zu   übernehmen,   blieb   es   bei   einem   Bestätigungsschreiben,   es   werde   sich   darum   gekümmert. Nachfragen dagegen verliefen im Sand.
chieren   müssen.   Nach   dem   ich   genau   wusste,   welches   Modell   in   welchem   Zustand   ich   vor   mir   hatte,   äußerte   ich   Otto   gegenüber   meine   Bedenken,   das   ein Neubau   effektiver   sei,   als   ein   Umgestaltung   des   vorhandenen   Modells.   Ich   solle   doch   einfach   mit   der   Airbrush   die   übliche   Tarnung,   die   in   Afrika   verwendet wurde,   auftragen.   Ohne Abziehbilder   und   Korrektur   der   Versions   Unterschiede.   Otto   erwiderte   ich,   dann   kannst   Du   gleich   die   Figuren   von   mir   bemalen   lassen womit   mit   an   Sicherheit   grenzender   Wahrscheinlichkeit,   niemand   Deine   Figuren   kaufen   wird.   Das   leuchtete   ihn   sofort   ein.   Da   seine   Figuren   sehr   schön modelliert   sind,   sollte   man   auch   die   „Beigabe“   halbwegs   vernünftig   gestalten.   Kurz   gesagt,   habe   ich   durch   Hilfe   meines   Clubkameraden   Sven   Müller   diverse Ersatzteile   samt   Decals   für   die   Maschine   von   Marseille   bekommen.   Auch   Otto   steuerte   noch   einen   Abziehbilderbogen   bei   womit   ich   mich   bereit   erklärte   und auch konnte, die 109 in Angriff zu nehmen.
Da   aber   die   neue   Kanzel   nicht   passte,   was   den   geschlossenen   Zustand   betrifft,   musste   ich   notgedrungener   Weise   das   Cockpit   ein   bisschen   aufmöbeln.   Gar   nicht so   einfach,   über/in   das   geschlossene   Cockpit   die   Instrumente   und   Details   zu   bemalen.   Das   ging   aber   erstaunlicher   Weise   ganz   gut.   Die   Klappe   des   Stauraums und   den   Kopfpanzer   samt   Gurten   habe   ich   scratch   gebastelt.   Da   die   Abziehbilder   nicht   mit   Lack   gesichert   waren,   ging   das   Schleifen   der   alten   Lackierung   sehr schnell.   Die   zerstörten   Gravuren   an   der   Unterseite   der   Flügel,   wo   die   Waffengondel   waren,   habe   ich   in   bekannter   Manier   wieder   hergestellt.   Von   nun   an   ging   es wie   bei   einem   Neubau   weiter.   Maskieren   und   lackieren,   Abziehbilder   aufbringen,   altern   und   komplettieren   und   diverse   Kleinigkeiten   erledigend,   schloss   das Umbauprojekt ab.