© Thomas Schneider  originalundmodell.de  2014    V1.12
©   kitchecker.com 2018
Diese Seite beinhaltet folgende Themen: Aktuelle Luftfahrzeuge Museumsexponate Kurioses für den Modellbauer Im Detail (walk arround)
Modelle & Dioramen Modell - Journal
kitchecker
Tamiya, 1/35 Ein Beitrag von Jean-Michel Tilquin Der   britische   Infanteriepanzer   Matilda   II   gehört   zur Anfangs- zeit    des   Afrikafeldzugs    wie    der    Sand,    die    Hitze    und    die Sonne.   Da   er   jeden   italienischen   Panzer   der   Zeit   um   1940 zerstören   konnte,   ohne   selbst   gefährdet   zu   werden,   erhielt er   den   Spitznamen   „Queen   of   the   desert“.   Nachdem   die Wehrmacht   in   den   Konflikt   eingriff,   zeigte   sich   jedoch   sehr schnell,   dass   der   Matilda   den   modernen   deutschen   Panzern nicht   gewachsen   war.   Besonders   gegen   die   8,8-cm-Flak   in ihrer     Rolle     als     Panzerabwehrgeschütz     hatte     er     keine Chance.    Die    „Acht-Acht“    konnte    einen    Matilda    auf    eine Distanz    von    1.800    Metern    zerstören,    der    seinerseits    auf mindestens    500    Meter    an    die    Geschützstellung    heran- kommen   musste,   um   das   Feuer   erwidern   zu   können.   Dies kam   in   einer   Wüstenlandschaft,   die   kaum   Deckung   bietet, einem Todesurteil für den Panzer gleich. Der Matilda wurde
daher in Nordafrika ab Ende 1941 schrittweise durch den beweglicheren Valentine abgelöst, indem ausgefallene Fahrzeuge nicht mehr ersetzt wurden. Jean-Michel   Tilquin   aus   Belgien   erklärt   uns   in   seinem   Bericht,   wie   er   das   spektakuläre   britische   Drei-Farben-Tarnschema   umgesetzt   hat.   Sein   wunderschönes Modell zeigt einen Matilda II des 42nd Royal Tank Regiment, 1st Army Tank Brigade, Nordafrika 1941.
Modell, Fotos und Text: Jean-Michel Tilquin Übersetzung aus dem Englischen: Stefan Fraundorfer
Ich   kann   aber   nicht   sagen,   welchen   Kit   ich   bevorzugen   würde.   Persönlich   finde   ich   es   gut,   mal zwischen   schwer   und   leichter   zu   bauenden   Modellen   zu   wechseln.   In   der   letzten   Kategorie   ist Tamiya meiner Meinung nach die absolute Benchmark. Ich   erlag   sofort   der   Versuchung,   den   Matilda   im   typischen   britischen   Drei-Farben-Tarnschema   des frühen   Wüstenkrieges   zu   lackieren.   Diese   Tarnung   basiert   auf   einer   Idee   der   Marine,   sie   soll   den Umriss   des   Panzers   verschleiern.   Eine   ausgezeichnete   Gelegenheit,   einen   ziemlich   farbenfrohen Tank   zu   realisieren.   Da   es   sich   um   gerade   Linien   handelt,   war   die   Umsetzung   eigentlich   ziemlich einfach. Gunze-Farben   waren   meine   erste   Wahl,   lackierte   damit   mehrere   Töne   jeder   Farbe   auf.   Danach verwendete   ich   unterschiedliche   Verwitterungsprodukte   von   AMMO   by   MIG:   zwei   Filter,   ein   Desert Wash,   um   die   Strukturlinien   und   einige   Details   hervorzuheben,   und   ein   "streaking   effects"   -Produkt. Einige Sand- und Staubpigmente tragen zu mehr Realitätsnähe dieses Wüstenfahrzeugs bei.
„Ich   habe   diesen   Matilda   von   Tamiya   direkt   nach   dem   Scammell   Pioneer   von   Thunder   Model   gebaut.   Die   beiden   Kits   unterscheiden   sich   grundlegend. Während   der   Scammell   sehr   viele   Kleinteile   und   eine   extreme   Detaillierung   aufweist,   ist   Tamiyas   Matilda   ein   perfekter   Vertreter   des   aktuellen Angebots   dieses Herstellers:   Die   Formgebung   ist   sehr   gut,   das   Modell   ist   nicht   überdetailliert,   dafür   aber   hervorragend   verarbeitet   und   konstruiert,   alle   Teile   passen   perfekt zusammen. Ein typischer „Schüttelbausatz“, der den Zusammenbau kinderleicht macht.
Die   Figuren   (nicht   gerade   meine   Stärke)   sind   im   Bausatz   enthalten   und   von guter   Qualität.   Meiner   Meinung   nach   sind   sie   eine   schöne   Ergänzung,   da   sie speziell   für   diesen   Kit   entwickelt   wurden.   Früher   wirkten   Figuren   von   Tamiya oft   ziemlich   steif   und   statisch,   aber   in   den   letzten   Produktionen   sind   sie   viel natürlicher   und   ausdrucksstärker.   Bemalt   habe   ich   sie   mit   Farben   von   Vallejo, gefolgt von einem Washing. Keep on modeling! J-Michel