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Eduard, Tamiya 1/48
Ein Beitrag von Stefan Fraundorfer
Hauptmann
Theo
Blaich,
ein
deutscher
Abenteurer,
Plantagenbesitzer
und
Sportflieger,
ist
1939
in
die
Wehrmacht
eingetreten
und
hat
gleich
seine
eigene
Messerschmitt
Bf
108
Taifun
mitgebracht
–
eben
jene,
die
im
Diorama
zu
sehen
ist.
Er
hat
die
Bedeutung
von
Fort
Lamy
im
Tschad
erkannt,
das
von
freien
französischen
Kräften
kontrolliert
wurde
und
als
Ausgangspunkt
alliierter
Aktivitäten
sowie
als
Umschlagplatz
für
Transporte
von
der
Westküste
Afrikas
zum
Nil
genutzt
wurde.
Er
entwarf
einen
Angriffsplan,
der
von
Rommel
unterstützt
und
vom
Fliegerführer Afrika letztendlich befohlen wurde.
Am
Mittwoch,
dem
21.
Januar
1942,
startete
die
Luftwaffe
einen
ihrer
spektakulärsten
Angriffe
auf
dem afrikanischen Kriegsschauplatz.
kitchecker
Nachdem
gegen
12.00
Uhr
die
östlichen
Ausläufer
des
Tschadsees
überflogen
wurden, konnte die
He
111
um
14.30
Uhr
ungehindert
ihre
Bomben
über
Fort
Lamy
abwerfen.
Alle
dort
vorhandenen
Öllager,
dazu
400
Tonnen
Flugbenzin
und
zehn
startbereite
Flugzeuge,
gingen
in
Flammen
auf.
Damit
war
der
Stützpunkt
für
mehrere
Wochen
ausgeschaltet.
Die
einbrechende
Dunkelheit
und
Mangel
an
Treibstoff
zwangen
die
Crew
auf
dem
Rückflug
zu
einer
Notlandung
in
der
Wüste.
Erst
nach
einer
Woche
konnten
die
Vermissten
von
der
Besatzung
einer
Ju
52
gerettet
werden,
die
auch
Flugbenzin
mitbrachte.
Dadurch
konnte
auch
die
He
111
wieder
zur
Basis
zurückgeflogen
werden. (Quelle: Der Zweite Weltkrieg von Janusz Piekalkiewicz und Wikipedia)
Mein
Diorama
stellt
das
(fiktive?)
Treffen
Blaichs
mit
Rommel
dar,
bei
dem
er
ihm
seine Pläne für den Luftangriff vorgestellt hat.
Noch
ein
paar
Worte
zum
Dio
selbst:
Die
Dioramenplattform
ist
einfach
ein
Bilderrahmen
mit
den
Außenmaßen
33
x
43
cm.
Den
Boden
habe
ich
aus
einem
Gemisch
aus
Spachtelmasse,
Wasser,
Vogelsand
und
erdfarbenen
Acrylfarben
hergestellt
und
dünn
aufgetragen.
Auf
die
noch
feuchte
Masse
habe
ich
ganz
feinen
Sand
rieseln
lassen
und
kleine
Steine
eingedrückt.
Nachdem
alles
getrocknet
war
wurden
mit
der
Airbrush
sand-
und
erdfarbene
Lacke
von
Gunze
und
Tamiya
aufgespritzt.
Die
Steine
wurden
weiß
trockengemalt
und
an
einigen
Stellen
habe
ich
noch African-Earth-Pigmente von MIG aufgetragen.
Morgens
um
8.00
Uhr
hob
auf
dem
einsamen
Wüstenflugplatz
Campo
Uno,
nahe
der
Oase
Hun,
eine
bis
zum
Rand
aufgetankte
Heinkel
He
111
mit
Hauptmann
Blaich
als
Kommandant an Bord zum etwa 2.500 km langen Flug nach Fort Lamy ab.
Die
Figuren
stammen
von
Tamiya
(Rommel,
der
Soldat
neben
dem
Greif
und
dem
Flakvierling),
Eduard
(Hauptmann
Blaich)
und
ICM
(der
Mechaniker
an
der
Bf
108),
wobei
auffällt,
dass
Tamiya’s
Figuren
im
Vergleich
zu
Eduard
und
ICM
sehr
klein
und
geradezu
schmächtig
ausgefallen
sind.
Aber
was
soll’s,
auch
im
richtigen
Leben
gibt
es
kleine
und
große
Menschen.
Die
Figuren
habe
ich
ebenfalls
mit
Acrylfarben
von
Gunze
und
Tamiya
bemalt
und
mit
Ölfarben
die
Faltenwürfe betont, was durchaus noch etwas deutlicher hätte ausfallen dürfen.
Kleine Eyecatcher stellen die beiden Schlangen und der Skorpion dar, die aus einem bereits farbig bedruckten Ätzteilset von Eduard stammen.
Die
Tarnnetze
habe
ich
aus
Verbandmaterial
ausgeschnitten
und
in
ein
Weißleim-Wasser-Gemisch
getaucht,
um
sie
so
an
die
Form
der
Tragfläche
bzw.
des
Rumpfs der Bf 108 anpassen zu können.
Ich hoffe, euch gefällt meine kleine Szene und wünsche viel Spaß mit den Bildern.
Happy Modelling
Stefan Fraundorfer