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Modell, Bilder und Text: Dirk Eickholt
Der   Schleudersitz   von   Quickboost   ist   eine   gelungene   Alternative   zum   Bausatzsitz. Ohne   viel   wegschleifen   zu   müssen,   passt   er   sogar   ins   Cockpit.   Ich   musste   nur   ein wenig   den   Bereich   hinter   dem   Sitz   anpassen.   Das   Bauteil,   welches   rückseitig   an   den Bausatzsitz   geklebt   wird,   sollte   auch   an   den   Quickboostsitz   angepasst   werden.   Dies konnte   ich   nur   bewerkstelligen   indem   ich   dieses   Teil   zweiteilte,   schmaler   schliff   und die Rückwand des Cockpits passgenau öffnete. Von   hieran   ging   es   wieder   recht   flott   weiter.   Der   vordere   Fahrwerkschacht   besteht aus   zwei   Hälften   mit   eine   prominenten   Spalt   mittig.   Hat   man   nicht   die   PE   Teile   von Eduard    (ein    Messingband,    welches    den    Spalt    verdeckt),    sollte    dieser    Spalt zugespachtelt   werden.   Beim   Hauptfahrwerksschacht   kam   auch   Eduard   mit   seinen PE-Teilen   zur   Anwendung.   Hier   könnten   noch   nachträglich   Leitungen   und   Kabel verlegt   werden,   um   genauer   ans   Original   zu   kommen.   KH   konzentrierte   sich   nur   auf die wesentlichen auffälligsten Details. Bei   den   Lufteinläufen   hatte   ich   mich   zu   entscheiden.   Eduard   ist   der   Meinung   ein FOD   Gitter   schräg   in   den   Lufteinläufe   einzubauen.   Etwas   was   KH   nicht   vorsieht.   Und etwas, was ich bei keinem Foto der Su-35S gesehen habe. Nun bin ich kein
Ein   kurzer   Blick   auf   den   Schleudersitz   reichte   aus   um   auch   hier   einen   aus   Resin   von Quickboost   zu   besorgen.   Thomas   war   so   freundlich   mir   noch   den   Eduard   BigEd   Satz zum    Bausatz    dazuzulegen.    Von    der    Farbgebung    entschied    ich    für    die    russische Variante   und   zwar   für   die   rote   "04"   die   auch   in   Syrien   kurzzeitig   im   Einsatz   war. Hierzu   benötigte   ich   aber   neue   Naßschiebebilder   und   bediente   mich   bei   Begemot. Die benutzten Farben sind hauptsächlich von Mr. Paint. Nachdem    alle    Extras    beisammen    waren,    konnte    der    Spaß    beginnen.    Wie    üblich startete   ich   mit   dem   Cockpit.   Die   Seitenkonsolen   wurden   mit   dem   Pinsel   bearbeitet. Das   Instrumentenbrett   mit   seinen   Bildschirmen   ist   vom   BigEd   Interior   Set.   Sowie auch   das   HUD.   Bei   der   Farbe   entschied   ich   mich   für   ein   gedecktes   Grün/Grau/Blau. Von    AKAN    gibt    es    eine    Cockpitfarbe    die    angeblich    passen    soll.    Für    meinen Geschmack aber zu knallig. Mit etwas Weiß wurde sie abgetönt.
Erst    jetzt    nach    Abschluss    des    weatherings    und    kleiner    Ausbesserungsarbeiten,    wurde    die    Oberfläche    mit    einer    Schicht    Revell    Klar-Matt    (mit Tamiyaverdünner) überzogen. Abschließend mit einem Nylonstrumpf nachpoliert. Die   nächsten   Schritte   vollzogen   sich   relativ   flott.   Bomben   und   Raketen   orientieren   sich   am   Referenzfoto.   Die   Khibiny   Electronic   Warfare   Pods   von   "Advanced Modeling" an den Flügelspitzen sind sehr schön detailliert. Leider hat KH sie nicht dem Bausatz beigefügt (anders wie bei GWH). Der   Zusammenbau   des   Fahrwerks   ging   ebenso   zügig.   Gerade   das   vordere   Fahrwerk   finde   ich   sehr   schön   von   KH   gestaltet.   Ergänzt   habe   ich   es   mit   ein   paar Kabeln aus Bleidraht. Der   IRST   Sensor   rechts   vor   der   Cockpitscheibe   wurde   in   einem   keinen   Nebenschritt   scratch   gebaut. Ansonsten   wäre   hier   nämlich   nichts   zu   sehen,   wenn   man die Abdeckung anbringt. Ein kleines Detail, welches aus PE Restbeständen hinzugefügt wurde. Das   Cockpitdach   innenseitig   erhielt   die   PE Teile   von   Eduard,   die   meiner Ansicht   nach   dem   ganzen   Cockpit   ein   lebhaftes Aussehen   geben.   Das   Verkleben   der kleinen PE Verschlusshaken wurde ganz zum Schluss mit Hilfe einer Lupenbrille vorgenommen. Abschließend   muss   ich   sagen,   dass   Kitty   Hawk   wieder   einen   Bausatz   herausgebracht   hat,   wo   sich   Freud   und   Leid   die   Waage   halten.   Das   die   Fehler   (wie Triebwerk)   im   Folgebausatz   (Chinesische   Version)   korrigiert   wurden   ist   erfreulich.   Die   Decals   waren   größtenteils   unbrauchbar,   da   falsch   bedruckt.   Die Detaillierung   der   Oberfläche   teilweise   sehr   gut.   So   auch   die   Passung   der   Teile.   Einige   Ungereimtheiten   in   der   Bauanleitung   waren   halb   so   schlimm.   Ein Bausatz der für Anfänger leider weniger geeignet ist, aber eine gute Grundlage für ein schönes Modell bietet. Happy Modelling Dirk Eickholt
Spezialist   was   die   Flankerreihe   angeht,   aber   diejenigen   Bekannte   die   ich   gefragt   hatte,   waren   alle   der   Meinung,   dass   diese   Gitter   zumindest   bei   der   Su-35M nicht vorhanden sind und eventuell bei der S nachgerüstet wurden. Ich habe mich entschieden diese FOD Gitter nicht einzubauen.  Was   hingegen   bei   den   Schubdüsen   keiner   großen   Überlegungen   bedurfte.   Die   aus   dem   Bausatz   wurden   nicht   verwendet.   Nach   Durchsicht   mehrerer   Fotos wurde   mir   schnell   klar,   dass   dieser   Bereich   bei   der   Su-35   sehr   "bunt"   ausfallen   kann.   Von   grau   bis   blau,   von   gelb   über   rot   bis   orange   und   braun.   Dies nachzubilden   war   eine   besondere   Herausforderung.   Ich   habe   mit   einer   schwarzen   Grundierung   angefangen.   Darüber   Alclad   polished   Aluminium   und   ein   paar dünne   Schichten Alclad   Candy   Blau. Abschließend   Tamiya   Smoke.   Der   gesamte   weitere   Verlauf   der   "Bemalung"   wurde   mit   Hilfe   des   Tamiya   Weathering   Sets   D (TWS D) vollzogen. Ein Set, welches von vielen Modellbauern unterschätzt wird.
Baustufen:
Mit   Hilfe   von   Pastellstiften   wurde   weitere   Details   aufgetragen.   Deckel   im Triebwerksbereich   wurden   mit   Mr.   Metal   Color   Eisen   bemalt   und   ggf.   nachpoliert   bzw. mit dem TWS D aufgehübscht. Nach   Abschluss   der   Arbeiten   am   Triebwerk   bzw.   Schubdüsen   befasste   ich   mit   dem   Höhenleitwerk,   welches   in   diesem   Fall   auch   mit   obiger   Vorgehensweise bemalt wurde. Im Ergebnis zufriedenstellend, aber durchaus optimierbar. Bekannte nutzten hier farbige Tinte oder nur Tamiya Blau, Rot, Orange Klar. Hiernach   folgte   der   Zusammenbau   der   Tragflächen   ohne   nennenswerte   Probleme.   Die   Passung   zum   Rumpf   war   fast   sehr   gut.   Was   mich   auch   an   den Tragflächen   faszinierte,   waren   die   Nieten.   Sehr   fein   dargestellt.   Dies   trifft   auf   die   Nieten   und   andere   Details   im   hinteren   Bereich   des   Rumpfes   leider   nicht   zu. Sie sind sehr schwach dargestellt. Das    Höhen-    und    Seitenleitwerk    wurde    jetzt    noch    nicht    angebracht.    Zum    einen    wollte    ich    mir    bei    der    Bemalung    der    Triebwerke    nicht    unnötig Handlungsspielraum   für   die   Airbrush   nehmen   und   zum   anderen   kann   das   Höhenleitwerk   aufgrund   der   Befestigung   auch   zum   Schluss   angebracht   werden. Hierzu   müssen   an   die   Aufnahmepunkte   für   den   Steg   des   Höhenleitwerkes   ein   wenig   geöffnet   bzw.   der   innen   liegende   Zapfen   entfernt   werden.   Die   Passung des Seitenleitwerkes bedurfte einiger Schleifarbeiten, da sie im unteren Bereich überstanden. Die   Anbringung   des   Schwanzes   wollte   ich   jetzt   vornehmen   (nachdem   die   Klappe   für   den   Bremsschirm   geschlossen   wurde)   und   hatte   schon   den   Klebstoff aufgetragen.   Durch   einen   glücklichen   Zufall   bescherte   mir   aber   der   abschließende   Blick   auf   mein   Referenzfoto   eine   Überraschung.   Die   Behälter   für   die Täuschungskörper   befindet   sich   bei   der   M-Version   auf   der   Oberseite.   Bei   der   S-Version   aber   auf   der   Unterseite.   KHs   russische   Su-35   war   aber   die   M-Version (in   dem   Folgebausatz   mit   der   chinesischen   Version   ist   der   Schwanz   für   die   S-Version   richtig   als   Resinteil   beigelegt).   Nun   wollte   ich   meinen   Plan   die   Rote   "04" zu   bauen   nicht   ändern.   Daher   wurde   von   den   Behältern   auf   der   Oberseite   ein   Silikonabdruck   genommen,   dieser   mit   Prothesenkunststoff   ausgegossen,   die oberen Behälter entfernt und die neuen auf die Unterseite verklebt.  Ein Zeitaufwand von ca. 3 Stunden, der aus meiner M eine S machte. Nachdem    der    Triebwerksbereich    abgeklebt    wurde    (die    Schubdüsen    wurden    erst    nach    Abschluss    der    kompletten    Bemalung    und    Anbringung    der Naßschiebebilder angebracht), befasste ich mich mit dem vorderen Bereich.
KH   bietet   nur   an   den   Tankstutzen   ausgefahren   darzustellen.   Dies   wollte   ich   nicht   und   wählte   die   eingefahrene   Position.   Hierzu   muss   der   Tankstutzen   gekürzt werden,   so   dass   nur   ein   wenig   mehr   vom   vorderen   Teil   überbleibt.   Die   Klappe   passte   gut   und   damit   der   Stutzen   auch   unter   der   Klappe   verklebt   werden konnte, wurde dieser am Ende schmäler geschliffen. Die   Cockpitverglasung   wurde   mit   der   Maskierfolie   von   Eduard   aus   dem   BigEd   Set   abgedeckt   (vorher   den   Grad   im   Guss   verschliffen   und   poliert)   und   die Windschutzscheibe   angebracht.   Die   Passung   hier   war   nicht   gut   und   es   bedurfte   die   Hilfe   von   Spachtelmasse   und   Schleifpapier.   Die   Verglasung   für   den      IRST Sensor wurde am Ende des Baues angebracht (der Grund hierfür ist weiter unten beschrieben). Antennen   und   anderen   Kleinteile   wurden   ebenso   am   Schluss   angebracht.   Nun   erfolgte   die   Grundierung   in   Schwarz   mit   dem   Wolkeneffekt   mithilfe   von   Weiß (black basing and mottling). Hierzu nahm ich die Farben von Mr. Paint, die meiner Ansicht nach hierfür als Grundierung völlig ausreichten. Das   Modell   wurde   anschließenden   komplett   mit   Mr.   Paint   MRP-197   Light   Blue-Grey   bemalt.   Ein   sehr   passender   Farbton.   Das   Muster   auf   der   Oberseite   wurde freihändig   mit   der   Airbrush   aufgetragen.   Hellgrau   und   Dunkelblau   wurden   mit   Mr.   Paint   Farben   selbst   angemischt.   Das   Dunkelblau   orientiert   sich   dabei   an meinen   Referenzfotos   der   Roten   "04",   als   sie   in   Syrien   stationiert   war.   Meiner Ansicht   nach   ein   eher   gedecktes   dunkelblau. Auch   die   Seitenleitwerke   wurden   in diesem Arbeitsschritt fertig gestellt und anschließend angebracht. Aufgrund der Vorarbeit ein leichtes Unterfangen. Die Naßschiebebilder von KH für die Rumpfoberseite waren unbrauchbar (falsch bedruckt). Diese wurden mit der Airbrush bemalt. Der   gesamte   Rumpf   wurde   vor   dem   Anbringen   der   Begemot   Decals   mit   5000er   Schleifpads   geglättet.   Eine   Schicht   Klarlack   war   nicht   notwendig.   Die   Decals von   Begemot   ließen   sich   sehr   gut   verarbeiten   und   mit   Hilfe   von   Mr.   Mark   Softer   legten   sie   sich   auch   gut   in   die   Details. Auch   für   den   folgenden   Panelwash   mit     stark verdünnter Ölfarbe (dunkelgrau) wurde auf eine Schicht Klarlack verzichtet. Insgesamt erhielt die Flanker nur ein dezentes weathering. Dies geschah auf Grundlage der vorliegenden Referenzfotos.
Kitty Hawk  1/48 Ein Beitrag von Dirk Eickholt Was   macht   für   mich   einen   guten   Bausatz   aus?   Wenn der Zusammenbau Spaß macht! Ich   hatte   vor   knapp   3   Jahren   die   T-28   Trojan   von Kitty   Hawk   (KH)   gebaut   und   war   größtenteils   ob   der Details   und   der   Paßgenauigkeit   sehr   angetan.   Jetzt wusste    ich    aber,    dass    die    Su-35    von    KH    so    ihre Schwächen   hatte   und   war   diesbezüglich   eigentlich eher   abgeschreckt.   Nun,   denn.   Bevor   dieses   Projekt starten   konnte,   besorgte   ich   mir   neue   Schubdüsen, da   die   aus   dem   Bausatz   murks   sind,   wenn   man   eine abgestellte    Flanker    bauen    will.    Ich    bestellte    die Resinschubdüsen   von Amur   Reaver   RC4822.   Schön detailliert und passen auch gut an die KH Su-35.