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Modell und Text: Christian Schmidt Fotos: Thomas Schneider
Special Hobby, 1/72 (Testshot) Ein Beitrag von Christian Schmidt Das Original: Die    Saab    37    Viggen    (deutsch:    Donnerschlag)    ist    ein strahlgetriebenes,   schwedisches   Kampfflugzeug   das   1967 seinen   Erstflug   hatte   und   bis   2007   ausschließlich   von   der schwedischen   Luftwaffe   eingesetzt   wurde.   Die   insgesamt 329   produzierten   Maschinen   wurden   in   5   unterschiedlichen Versionen ausgeliefert: AJ-37 (Jagdbomber, sekundär Abfangjäger)- SF-37 (Photoaufklärer)- SH-37 (Radaraufklärer zur Seeraumüberwachung)- SK-37 (zweisitzige Trainerversion)- JA-37 (Abfangjäger, sekundär Jagdbomber)
Das Modell: Die   hier   gezeigte   JA-37   Viggen   ist   ein   Testshot   von   Special   Hobby   ohne   Decals.   Der   Bausatz   ist   ein   Quantensprung   im   Bereich   1/72er   Viggen   Modelle,   hat   aber auch noch ein paar Schwachstellen. Der   Bau   beginnt   wie   so   oft   mit   dem   Cockpit.   Dieses   ist   von   Hause   aus   gut   detailliert   und   wurde   von   mir   entsprechend   bemalt   und   durch   Ätzteilereste   noch   etwas aufgewertet.   Ursprünglich   wollte   ich   in   das   Modell   einen   Resin   Sitz   von   Maestro   Models   einbauen.   Dieser   ist   aber   viel   zu   breit   und   passt   nicht   in   die   Wanne. Also wurde   der   Sitz   des   Bausatzes   verwendet   und   mit   Gurten   detailliert.   Und   hier   muss   schon   aufgepasst   werden. An   beiden   Seitenteilen   befinden   sich Auswerfer   die unbedingt   komplett   abgeschliffen   werden   müssen,   sonst   passt   auch   dieser   Sitz   nicht   ins   Cockpit.   Der   charakteristische   Abzugsgriff   des   Schleudersitzes   wurde von   mir   aus   Gußast   nachgebildet   da   er   nicht   enthalten   ist.   Wer   wie   ich   die   Leiter   von   Flightpath   hat   kann   sich   dies   sparen,   hier   ist   der   Griff   enthalten.   Das   hab   ich bloß zu spät bemerkt.
Außerdem entstanden noch zwei Versionen durch Modifikationen der ursprünglichen Variante: SK-37E (Modifikation des zweisitzigen Trainers zur sog. Stör Viggen, einem Flugzeug zur elektronischen Kriegsführung SEAD) AJS-37 ( Modifikation von 115 Maschinen der Versionen AJ / SF / SH zu einem Allzweck Kampfflugzeug) Die   Saab   Viggen   ist   ein   Flugzeug   mit   bemerkenswerten   Kurzstart-   und   Landeeigenschaften. Außerdem   ist   sie   durch   ihre   Schubumkehr   in   der   Lage   selbst   auf schmalen Pisten selbstständig zu wenden. Sie ist nach wie vor das einzige, einstrahlige Flugzeug weltweit mit einer Schubumkehr.
Weitere   Auswerfer   die   weg   müssen,   finden   sich   an   den   beiden   Teilen   des   Lufteinlauftunnels.   Dieser   ist   aber   vorbildlich   schön   tief   ausgeführt.   Die   drei   Teile   der Schubumkehr   sind   gut   ausgeführt   und   lassen   sich   in   drei   Positionen   bauen.   Der   restliche   Bau   verläuft   ohne   Probleme,   die   Passgenauigkeit   ist   sehr   gut.   Die Charakteristiken der Viggen allgemein (hängende Klappen, offene APU) sowie der JA Version (längerer Rumpf, Bordkanone) sind gut nachgebildet. Manche   der   Gravuren   sind   bei   diesem   Testshot   sehr   dominant,   z.   B.   am   Tank,   andere   wieder   sind   so   schwach   das   sie   nach   dem   schleifen   nachgraviert   werden müssen. Dann   kam   das   Fahrwerk   dran.   Die   Reifen   des   Hauptfahrwerks   scheinen   mir   ein   klein   wenig   zu   schmal   zu   sein.   Ansonsten   ist   es   sehr   gut   gemacht   aber   als   ich fertig   war   und   es   mir   angeschaut   habe   fehlte   irgendwas…   Und   dann   merkte   ich   das   am   Hauptfahrwerk   dieser   auffallende   Dämpfer   der   innen   vom   ersten   Rad über   die   Schere   bis   zum   Fahrwerksbein   führt,   völlig   fehlt.   Die   Anschlagpunkte   sind   da,   der   Dämpfer   nicht.   Ich   habe   ihn   durch   Evergreen   Material   nachgebildet. Das Pitotrohr wurde dann noch durch eine Kanüle ersetzt. Leider   liegt   der   JA   als   Außenlast   nur   der   Tank   bei.   Ich   hab   meiner   Viggen   wenigstens   noch   zwei   AMRAAM   spendiert,   dazu   später   mehr.   Mal   schaun   wie   es   bei den anderen Versionen sein wird, vor allem der AJ. Ein bissl mehr wäre schon wünschenswert. Die   Lackierung   erfolgte   mit   Gunze Acrylfarben.   Da   ich   etwas   Zeitdruck   hatte   entschied   ich   mich   für   eine   graue   Maschine   die   aber   doch   etwas   aus   dem   Rahmen fallen   sollte.   So   baute   ich   die   F16-47   welche   als   Testmaschine   für   die   Mod.   D   Erweiterungen   verwendet   wurde.   Hier   wurden   auch   die   AMRAAM   integriert.   Um eine   D   darzustellen   mussten   auch   noch   einige   Antennen   ergänzt   werden.   Die   Maschine   wurde   relativ   stark   gealtert   was   man   auf   vielen   Bildern   der   grauen Viggen sieht. Die Decals sind von Moose Republic Decals und von hervorragender Qualität. Wer   eine   zeitgemäße   Viggen   bauen   will   wird   an   diesem   Bausatz   nicht   vorbeikommen.   Aber   man   braucht   trotzdem   Vorbildmaterial   um   die   ein   oder   andere Schwachstelle (die vielleicht in der endgültigen Version nicht mehr vorhanden ist) zu erkennen und zu korrigieren. Mein Dankeschön geht an Special Hobby für die Bereitstellung des Testshots. Jetzt warte ich auf die AJ und die gibt’s dann in Splittertarnung :-) Christian Schmidt März 2019