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Modell, Bilder und Text: Roland Sachsenhofer
Baustufen:
Pilot   Replica   sorgt   gleich   beim   Öffnen   der   Schachtel   für   durchaus   angenehme   Abwechslungen   zur   üblichen   Kost.   Der   bullige   Rumpf   etwa   wird   anstelle   der üblichen   zwei   Halbschalen   durch   fünf   große   und   mehrere   kleine   Bauteile   gebildet.   Die   Sinnhaftigkeit   des   Layout   weist   auf   Modellbauerfahrung   des   Designers hin. Alle Teile   begeistern   mit   einer   feinen   Oberflächenstruktur   von   bester   Qualität.   Da   die Außenhaut   einer   „Tunnan“   ja   wahrlich   nicht   einfach   eben   ist,   hätte   man   mit ein    paar    versenkten    Panellinien    kein    recht    überzeugendes    Erscheinungsbild    erreichen    können.    Hier    aber    ergänzen    sich    überlappende,    versenkte    und erhabenen Strukturen zu einer glaubhaften Wiedergabe der recht rustikalen Oberfläche dieses Jets der ersten Generation. Der   Zusammenbau   folgt   in   durchdachten   und   sinnvollen   Schritten,   durch   die   man   mit   der   auf   wertigem   Papier   gedruckten   Bauanleitung   schnörkellos   geführt wird. Alles   in   allem   darf   man   von   einem   raschen   und   unproblematischen   Bauvergnügen   sprechen.   Diese   Geradlinigkeit   beinhaltet   aber   auch   den Aspekt,   dass das Innere des Cockpits wie der Fahrwerkschächte nicht über ein vernünftiges Maß hinaus detailliert erscheinen.
Pilot Replicas , 1/48 Ein Beitrag von Roland Sachsenhofer Ich   darf   den   Bericht   mit   einer   kleinen   biographischen   Notiz eröffnen:   Die   Saab   J29   ist   einer   der   ersten   Jets,   die   ich   als Kind   in   den   späten   60er   Jahren   bewusst   wahrgenommen habe.    Vor    diesem    nostalgisch    angehauchten    Hintergrund war   ich   besonders   motiviert,   als   der   schwedische   Hersteller „Pilot   Replicas“   eine   „Fliegende   Tonne“   in   1:48   angekündigt hatte.   Diese   Motivation   schlug   sich   wenig   später   auch   im Erwerb    von    drei    Bausätzen    nieder,    die    ich    als    Triplett gleichzeitig bauen wollte. Im    Folgenden    stelle    ich    das    erste    fertiggestellte    Modell dieser   kleinen   Serie   vor:   die   Saab   J29F   29559   „Rote   E“   der 2.    Staffel    des    Jabogeschwaders    ist    eine    Maschine    mit einem      ganz      besonderen      und      nicht      undramatischen        Schicksal.    Doch    bevor    ich    darauf    zu    sprechen    komme, möchte    ich    noch    ein    paar    Worte    zum    bemerkenswerten Modellbausatz verlieren.
20.   Oktober   64   bei   einem   Trainingsflug   von   ihrer   Basis   Linz   Hörsching   aufgrund   eines   schadhaften   Radiokompasses   vom   Kurs   abgekommen.   Pilotiert   wurde sie   dabei   von   Fluglehrer   Alfred   Erdler,   der   sich   im   Verband   mit   „Yellow   F“,   gesteuert   von   Flugschüler   Johann   Kemetinger,   befand.   Die   beiden   hatten   sich schlussendlich soweit verflogen, dass Erdler wegen Treibstoffmangel eine Notlandung anordnen musste. Die   beiden   Maschinen   kamen   in   der   Nähe   der   Ortschaft   Orech   westlich   von   Prag   auf   einer Ackerfläche   zu   Boden.   Mit   unglaublichem   Glück   überstanden   beide Piloten   die   Notlandung,   die   mit   ausgefahrenen   Fahrwerken   durchgeführt   wurde,   heil.   Die   beiden   J29   mussten   jedoch   abgeschrieben   werden:   sie   hatten   sich beide überschlagen und waren schrottreif. Wie   schon   zu   erkennen   war,   bin   ich   von   diesem   Modellbausatz   sehr   angetan   -und   das   bezieht   sich   beileibe   nicht   nur   auf   das   interessante   Vorbild-.   Leider   ist der   Bausatz   nicht   mehr   ganz   einfach   zu   erhalten,   nichtsdestotrotz   empfehle   ich   ihn   uneingeschränkt   allen,   die   am   Vorbild   oder   an   einem   abwechslungsreichen und motivierenden Bauvergnügen interessiert sind! Roland Sachsenhofer, Juli 2019
Die   J29   in   den   Farben   der   österreichischen   Fliegertruppen   ist   natürlich   eine Spielwiese   für   die   Darstellung   von   „NMF“   Oberflächen.   Hier   habe   ich   wieder meine    bevorzugten    Metallfarben    von    Alclad    angewendet:    in    mehreren Schichten   und   mit   viel   Abkleben   versuchte   ich   dem   lebhaften   Metallkleid   der „Fliegenden Tonne“ nahe zu kommen. Den    Decals    gebührt    ebenfalls    höchstes    Lob:    selbst    die    großflächigen österreichischen   Hoheitszeichen   ließen   sich   ohne   Probleme   verarbeiten   und schmiegten   sich,   die   chemische   Hilfestellung   von   Weichmacher   und   Fixierer willig    annehmend,    problemlos    in    die    Vertiefungen    und    an    die    weichen Konturen der „Tonne“. Seit     einigen     Modellen     ist     diese     J29     übrigens     wieder     einmal     ein Flugzeugmodell,   das   ich   gänzlich   „aus   der   Schachtel“   gebaut   habe.   Selbst die   Sitzgurte   stammen   aus   dem   Bausatz. Alles   in   allem   ein   Sorglos-Paket   der Oberklasse!   Die   auf   manchen   Bildern   zu   sehende   Einstiegsleiter   stammt   aus dem Angebot von Maestro Models. Wie   weiter   oben   angesprochen   habe   ich   für   meine   erste   J29   eine   Maschine gewählt, die ein dramatisches Ende genommen hatte. „Red Echo“ war am