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Airfix A01086 - 1/72
Inhalt:
•
2 hellgraue Spritzgussrahmen mit 35 Teilen
•
1 Decalbogen
•
8-seitige, mehrfarbige Bauanleitung
•
farbige Bemalungsanleitung auf der Schachtelrückseite
Vorbild:
Als am 18. April 1915 der bekannte französische Vorkriegs-Kunstflieger Roland Garros mit einem Morane-Saulnier-L-Jagdeinsitzer auf deutscher Seite
notgelandet und sein Flugzeug unbeschädigt erbeutet worden war, erhielt Anton Fokker den Auftrag, umgehend diese weltweit erstmals mit einem durch den
Propellerkreis feuernden Maschinengewehr ausgerüstete Maschine zu kopieren oder nachzubauen. Fokkers Versuche, Ablenkbleche wie bei der Morane an
einem deutschen Flugzeugpropeller anzubringen, hatten sich wegen der Durchschlagskraft der deutschen Stahlmantelgeschosse als untauglich erwiesen;
Fokkers Techniker Lübbe, Heber und Leimberger griffen eine 1913 patentierte Erfindung von Franz Schneider, dem schweizerische Chefkonstrukteur der
Luftverkehrsgesellschaft (LVG), auf, um ein Unterbrechergetriebe für ein mit dem Motor synchronisiertes MG einzubauen. Fokker nahm nun eine seiner
gerade verfügbaren A.III mit dem 80 PS starken Umlaufmotor Typ U 0 der Motorenfabrik Oberursel, rüstete ihn mit dem synchronisierten MG aus, verlud das
Flugzeug auf seinen Sportwagen, fuhr von Schwerin zum Flugplatz Döberitz und führte seine Entwicklung persönlich dem Generalstab der Kaiserlichen
Luftstreitkräfte vor.
Wenige Tage später hatte Fokker einen Produktionsauftrag in der Tasche. In Mannheim übernahmen die Frontflieger Kurt Wintgens und von Buttlar die ersten
Maschinen zur Erprobung. Fokker begab sich, unterstützt von Oberleutnant Otto Parschau, mit dem Kampfeinsitzer auf Front-Tournee: Erste Station war am
13. Juni 1915 das Hauptquartier des deutschen Kronprinzen (5. Armee) bei Stenay, am 23. und 24. Juni folgte die 6. Armee, wo Fokker im Beisein des
bayerischen Kronprinzen selbst die Maschine vorführte. Die beiden Frontflieger Max Immelmann und Oswald Boelcke von der Feldfliegerabteilung 62 in Douai
führten Testflüge durch und waren begeistert: Das starr eingebaute und durch den Propellerkreis schießende Maschinengewehr ermöglichte es dem
Flugzeugführer, den Gegner genau im Auge zu behalten, ihn zu verfolgen, mit dem gesamten Flugzeug auf ihn zu zielen und dann mit voller Feuerkraft zu
schießen – eine Technik, die den Jagdflugzeugbau revolutionierte.
Das Flugzeug, nun als Fokker E.I bezeichnet, gilt heute als erstes in Serie gebautes Jagdflugzeug.
Die E.I konnte nur eine Notlösung sein, denn das Basismodell der Fokker A.III war mit dem zusätzlichen Gewicht des MGs deutlich überlastet. Um die
Leistungsfähigkeit der Maschine hinreichend zu erhöhen, wurde ein 100 PS leistender 9-Zylinder-Umlaufmotor U.I Oberursel eingebaut. Diese leistungs-
gesteigerte Maschine wurde als Fokker E.II (M.14) bezeichnet; sie wurde parallel zur E.I hergestellt, da die neuen Motoren noch nicht hinreichend verfügbar
waren – die Motorenfabrik Oberursel litt unter Fertigungsengpässen – und Versuche mit alternativen Motortypen wie Siemens & Halske oder Goebel nicht
zufriedenstellend verliefen. Quelle: Wikipedia
Fazit:
Airfix bietet mit der Fokker E.II einen erfreulich günstigen Bausatz an, der sich in erster Linie an den Modellbau-Neuling oder den unerfahreneren
Gelegenheitsbastler richtet. Hierfür kann sich der Kit mehr als nur sehen lassen und sollte uneingeschränkten Bastelspaß für Jung und Alt bieten.
Happy Modelling,
Thomas Schneider,
Januar 2017
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Bausatz:
Mit der aus neuen Formen stammenden Fokker E.II Eindecker bietet Airfix
einen Bausatz an, der im günstigen Einsteigersegment angesiedelt ist.
Im ersten Moment mag der eine oder andere vielleicht die Stirn runzeln und
anhand der nicht einmal 8 Euro unverbindlichem Verkaufspreis nicht gerade
ein Qualitätsprodukt erwarten.
Beim ersten Öffnen der Airfix-typischen, roten Schüttschachtel wird man
dann aber eines Besseren belehrt. Zum Vorschein kommen zwei hellgraue
Spritzrahmen mit zwar nur 35 Teilen, diese sind aber hervorragend produziert
und verfügen über fein detaillierte Oberflächen. Dazu kommt ein perfekter,
matt gedruckter Decalbogen -die Schachtel gibt hier den Hinweis auf den
Hersteller Cartograf- und eine 8-seitige Bauanleitung im sehr großzügigen
Format A4.
Wie oben bereits erwähnt sind die Einzelteile von überzeugender Qualität.
Sinkstellen, Formversätze und Grate sind nicht erkennbar. Lediglich an
einigen Kleinteilen und den Propellern sind Formtrennlinien vorhanden und
sollten versäubert werden. Die Details sind für diesen Maßstab absolut im
“grünen Bereich”, wie z.B. sehr scharfe Tragflächenhinterkanten, Nahtreihen
an der Rumpfunterseite oder der Kühlmantel des MG´s beweisen. Im Cockpit
wird die seitliche Rohrstruktur an den beiden Rumpfhälften angedeutet, das
Steuerhorn ist dem Maßstab geschuldet als gefülltes Teil wiedergegeben.
Hier kann in Eigenregie verfeinert werden. Airfix bietet neben dem reinen
Pilotensitz auch die Möglichkeit diesen gleich zu besetzten. Leider wurde die
Figur in der typischen Pose “ich fasse hier garantiert nix an”, wie in den
guten alten 1960er und 70er Jahren umgesetzt.
Wie man auf dem Spritzrahmen unschwer erkennen kann wird wohl noch
eine weitere Eindecker-Version folgen. Man darf gespannt sein.
Produktseite:
A01086
Download:
Manual
Preis:
UVP 7,99 €
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Unten: Die verständlich umgesetzte Bau- und Lackieranleitung führt auf 19 großzügig dimensionierten Baustufen zum fertigen Modell. Ein Seite widmet der
Verspannung, welche ausdrücklich für den erfahrenen Modellbauer gedacht ist. (Kleinste Bohrungen an den Tragflächen sind übrigens spritzgussseitig
bereits vorhanden). Eine farbige Lackieranleitung befindet sich auf der Schachtelrückseite. Die Farbangaben sind im Humbrol-System gehalten.
Review-Checkbox
Gesamteindruck
Maßstab: 1/72 Teile gesamt: 35 Markierungsoptionen: 1
Fokker E.II Eindecker
Airfix A01086
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Stahlform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Varianten-Wiederauflage
Formentausch
Neu, Erstauflage
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Links: Der Decalbogen ist perfekt im Register gedruckt und bietet eine
Markierungsoption der Maschine von Kurt von Crailsheim, Monthois 1915