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Reviews
Vielen Dank an die Firma Special Hobby für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
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Gesamteindruck
Maßstab:   1/72      Teile gesamt:   68      Markierungsoptionen:    3

Kittyhawk Mk. IA 

Special Hobby  SH72377

Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Metallform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Varianten-Wiederauflage
Formentausch
Neue Form
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Vorbild: Der   einmotorige,   einsitzige   Tiefdecker   wurde   von   der   Curtiss-Wright   Co.   aus   der   von   einem   luftgekühlten   Sternmotor   angetriebenen   Curtiss   P-36   entwickelt. Die   Wahl   für   den   Antrieb   der   neuen   P-40   fiel   auf   den   flüssigkeitsgekühlten   V-Motor   Allison   V-1710.   Der   Erstflug   erfolgte   1938,   die   Serienfertigung   von   1939 bis 1944. Die    RAF    übernahm    eine   Anzahl    der    ursprünglich    für    die    französische Armée   de   l’air   bestellten   Curtiss-Jäger   als   Tomahawk.   Da   diese   aufgrund ihrer   unzureichenden   Leistung   in   Höhen   über   4.500   Metern   nicht   mit   der Messerschmitt   Bf   109   der   deutschen   Luftwaffe   konkurrieren   konnte,   wurde sie   in   Nordafrika   eingesetzt,   wo   sie   sich   in   niedriger   bis   mittlerer   Höhe dank     ihrer     guten     Manövrierfähigkeit     als     brauchbarer     Jäger     und Jagdbomber erwies. Im   Rahmen   des   Leih-   und   Pachtgesetzes   erhielt   die   Sowjetunion   2631 Maschinen. Auch   die   für   die   Republik   China   kämpfende   irreguläre American   Volunteer Group   (Flying   Tigers)   waren   mit   P-40-Jägern   ausgerüstet.   Anders   als   in Europa   war   die   P-40   in   China   in   ihren   Flugleistungen   den   gegnerischen Jägern   überlegen,   und   die   Flying Tigers   konnten   mit   der   P-40   den   von   den Japanern     (es     gab     Kaiserlich     Japanische     Heeresluftstreitkräfte     und Kaiserlich     Japanische     Marineluftstreitkräfte)     vorwiegend     eingesetzten Jägertyp Nakajima Ki-43 „Hayabusa“ erfolgreich bekämpfen. Die   auf   dem   pazifischen   Kriegsschauplatz   eingesetzten   regulären   Jagd- staffeln   der   USAAF,   die   neben   der   Ki-43   vor   allem   die   Mitsubishi   A6M „Zero“    zum    Gegner    hatten,    hatten    in    den    ersten    Monaten    größere Schwierigkeiten als die Flying Tigers, die Schwächen der wendigen japanischen Jäger zu finden und im Luftkampf auszunutzen. Trotz   ihrer   insgesamt   mäßigen   Leistungen   wurde   die   P-40   in   großen   Stückzahlen   gefertigt   und   auf   allen   Kriegsschauplätzen   als   Jagdbomber   eingesetzt. Obwohl   sie   mit   immer   stärkeren   Motoren   ausgerüstet   wurde,   blieben   ihre   Flugleistungen   immer   weiter   hinter   denen   anderer   zeitgenössischer   Jagdflugzeuge zurück.   Die   von Allison-Motoren   angetriebenen   Varianten   konnten   aufgrund   des   einstufigen   Eingang-Laders   ihre   schwache   Leistung   in   mittleren   und   großen Höhen    niemals    steigern,    zumal    die    Kombination    von    großem    Propeller    und    schnelldrehender    Propellerwelle    in    diesen    Höhen    zu    erheblichen Effizienzverlusten führte. Die   von   mit   ZweigangLadern   versehenen   Rolls-Royce   Merlin-Motoren   mit   etwas   günstigerem   Übersetzungsverhältnis   der   Propellerwelle   angetriebenen Varianten   P-40F   und   P-40L   hatten   die   besten   Höhenleistungen   aller   P-40,   aber   auch   sie   konnten   weder   die   Leistungen   der   Bf   109F   noch   die   der   neueren Varianten der Bf 109 oder gar die der Focke-Wulf Fw 190 erreichen. P-40E (Kittyhawk IA):  Allison V-1710-39; verlängerter Rumpfbug, 2320 gebaut (davon 1500 als P-40E-1/Kittyhawk IA)  Quelle: Wikipedia
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick

Special Hobby  SH72377

Inhalt: 3 graue Spritzrahmen mit 61 zu verwendenden Teilen 1 Klarsichtteilerahmen mit 7 zu verwendenden Teilen 1 Decalbogen 12-seitige A4 Bauanleitung
Maßstab: 1/72 Herstellerseite / Shop: SH72377 Download: Manual Preis: UVP € 15,-
sehr empfehlenswert ! I I
Der Bausatz:
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Mit    einer    statischen    Flugaufnahme    über    dem    nordafrikanischen    Kriegs- schauplatz   präsentiert   sich   der   2.   Special   Hobby   Bausatz   zur   neuen   P-40 Reihe. Im   typischen,   aber   sehr   stabilen   Schüttkarton   befinden   sich   gut   verpackt drei   mittelgraue   Spritzrahmen,   ein   Rahmen   mit   Klarsichtteilen,   ein   Decal- bogen   und   die   farbige   Bau-   und   Lackieranleitung.   Letztere   im   großzügigen A4-Format. Wie   bereits   bei   der   P-40N   (SH72374)   handelt   es   sich   bei   diesem   Bausatz um     eine     aus     modernen     Metallformen     stammende     Formneuheit     von 2017/18.   Betrachtet   man   die   Spritzrahmen   genauer,   so   fällt   einem   sofort der   außergewöhnliche   Detailreichtum   und   die   hohe   Qualität   der   Spritzguss- bauteile   auf.   Die   obligatorische   Formtrennlinie   ist   vernachlässigbar   gering und   bedarf   lediglich   an   den   runden   Fahrwerksbeinen   und   den   Sitzen   einer Nacharbeit.   Fischhäute   und   Sinkstellen   sind   nicht   erkennbar,   lediglich   an zwei    unwesentlichen    Stellen    lassen    sich    leichte,    aber    einfach    zu    ver- säubernde   Grate   feststellen.   Nicht   nur   in   Bezug   auf   die   nicht   vorhandenen Sinkstellen,   sondern   auch   auf   die   Nachrüstbarkeit   mit   Resin-Zubehör,   lässt sich ein durchdachtes Design erkennen. Die   sehr   überzeugende   Rumpfoberfläche   besteht   aus   scharfkantigen,   ver- senkten    Gravuren    mit    feinen    Details.    Lediglich    die    Blechstöße    und Abgrenzungen   der   Klappen   und   Schächte   wirken   etwas   überbetont,   was sich   aber   mit   dem   ersten   Farbauftrag,   bzw.   der   Grundierung   egalisiert   (wie man bei den gebauten Modellen bereits sehen konnte). Die   innere   Struktur   des   Fahrwerkschachtes   ist   nicht,   wie   meist   üblich,   ein eingearbeiteter   Bestandteil   der   Tragflächenoberseite,   sondern   jeweils   als separater    und    fein    detaillierter    Rahmen    ausgeführt.    Auch    hier    wieder: formentechnisch perfekt um Sinkbereiche zu vermeiden! Sehen   wir   uns   zunächst   das   Cockpit   an:   Hier   sollte   man   der   Anleitung genau   folgen,   denn   Instrumententafel   und   Sitz   sind   für   mehrere   Versionen auf   dem   Spritzrahmen   vorhanden.   Die   eigentlichen   Instrumente   werden durch   Decalelemente   simuliert.   Interessant   wird   es   bei   den   Seitenwänden. Sind   diese   für   den   kleinen   Maßstab   wirklich   ordentlich   umgesetzt,   so   kann man   aber   auch   hoch   detaillierte   Resinteile   aus   der   CMK-Linie   direkt   (und ohne     sägen     zu     müssen)     stattdessen     einsetzen.     Der     ebenfalls     gut detaillierte   Cockpitboden   ist   übrigens   Bestandteil   des   Mittelsteges   der Trag- flächenoberteile.    Für    das    Gurtmaterial    setzt    Special    Hobby    auf    den Zubehörmarkt,   sei   es   durch   externe   Ätzteile   oder   die   hauseigenen   Resin- sitze mit angegossenen Gurten. Der    Bausatz    bietet    auch    die    Möglichkeit    die    Kühlerklappen    offen    oder geschlossen   anzubauen.   Bei   1/72er   Kits   wohl   eher   eine   Seltenheit.   Eine Wahlmöglichkeit   besteht   ebenfalls   bei   den   Felgen.   Nur   das   Längsprofil   der Bereifung bleibt -Spritzguss produktionstechnisch bedingt- gleich. Der    Fahrwerksbereich    mit    den    sehr    filigranen    Fahrwerksbeinen    macht einen   ordentlichen   Eindruck   und   wird   durch   akzeptabel   dünne   Schacht- klappen ergänzt. Die   letzten   beiden   Wahlmöglichkeiten   betreffen   die   Außenlasten   in   Form von   Bombe   oder   Zusatztank   und   die   geschlossene   oder   aufgeschobene Kabinenhaube.   Die   Klarsichtteile   sind   für   den   kleinen   Maßstab   sehr   dünn- wandig und glasklar gespritzt und sorgen für einen realistischen Eindruck.
Sämtliche Einzelteile warten mit feinsten Details auf. Die Klarsichtteile sind schlierenfrei und sauber gespritzt.
Oben:   Zur   weiteren   Detaillierung   bietet   die   Special   Hobby-Eigenmarke   CMK auch   z.B.   Waffenschächte   und   Landeklappen   an.   In   diesem   Fall   müssen   die Bereiche entsprechend ausgesägt werden. Unten:   Dem   Bausatz   liegt   ein   exzellent   gedruckter   Decalbogen   von   Cartograf (Italien) bei, welcher in der Qualität kaum zu übertreffen ist.
Bauanleitung:
Die   Bauanleitung   des   kleinen   Modells ist   vorbildlich   umgesetzt.   Bei   diesem Bausatz   stimmt   sogar   die Abbildungs- größe, gedruckt im A4-Format! Wie   immer   bei   Special   Hobby,   farb- liche    Abgrenzungen     und     Hinweise erleichtern   den   Bau.   Die   Farbcodes sind     im     System     des     Herstellers Mr.Hobby (Gunze) aufgeführt. Die    vollständige    Bauanleitung    kann hier  heruntergeladen werden.
Fotos: Special Hobby