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Eduard  11124

Inhalt: 10 dunkelgraue Spritzgussrahmen mit 176 Teilen 2 farbig bedruckte Ätzteilbögen mit 32 Teilen 2 Ätzteilbögen in Naturmetall mit 72 Teilen 1 Bogen mit Abdeckmasken 2 Decalbögen 20-seitige Bau- und Bemalungsanleitung im Format A4
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Die   Plastikteile   weisen   sehr   feine   Gravuren,   wunderschöne   Nietenreihen   und erstklassige   Oberflächenstrukturen   auf   –   typisch   Eduard   eben.   Sinkstellen oder     Formversatz     sind     nicht     zu     erkennen.     Eher     unüblich     für     den tschechischen    Hersteller    ist,    dass    etwas    Fischhaut    an    einigen    Teilen    zu erkennen   ist.   Dazu   gehören   die   MG-Öffnungen   an   den   Motorabdeckungen und    die    Verkleidungen    der    Ölkühler.    Die    wenigen    Auswurfmarkierungen werden nach dem Zusammenbau nicht mehr sichtbar sein. Die   sehr   übersichtliche   und   exakt   gezeichnete   Bauanleitung   lässt   meiner Meinung    nach    keine    Fragen    offen.    Seite    3    und    4    widmet    sich    dem überragend   gut   detaillierten   Cockpit,   das   geradezu   danach   bettelt,   geöffnet dargestellt   zu   werden.   Bei   praktisch   jedem   auch   noch   so   kleinen   Teil   ist angegeben,   wie   es   zu   bemalen   ist.   Die   PE-Teile   für   das   Instrumentenbrett und   die   Sitzgurte   sind   bereits   sehr   schön   fix   und   fertig   farbig   lackiert.   Durch den   schichtweisen   Aufbau   des   Armaturenbretts   wird   sich   ein   gewisser   3D- Effekt   einstellen.   Ein   besonderes   Highlight   ist   die   Benzinleitung   aus   einem Klarsichtteil.    Man    muss    beim    Abtrennen    vom    Rahmen    zwar    höllisch aufpassen,   dass   sie   nicht   bricht,   aber   ist   sie   einmal   ordentlich   bemalt   und angebaut, wird sie sich im Cockpit sehr gut machen. Im   Gegensatz   zur   „Emil“   von   Eduard   in   1/48   findet   sich   bei   der   „Gustav“   auf den    Spritzgussrahmen    weder    Motor    noch    Waffenschacht.    Freilich    bringt Eduard   etliche   Zurüstsätze   in   der   Brassin-Reihe   auf   den   Markt,   aber   die muss   man   sich   dann   natürlich   extra   kaufen.   Wobei   ich   die   Entscheidung   des Herstellers    aber    verstehen    kann.    Der    Bausatz    kann    umso    günstiger produziert     und     damit     verkauft     werden,     je     weniger     Teile     für     die Spritzgussformen   konstruiert   werden   müssen.   Und   wahrscheinlich   wird   der Großteil   aller   Modelle   ohnehin   mit   geschlossener   Motorverkleidung   gebaut, auch     wenn     ein     Motor     beiliegen     würde.     Und     für     die     Profis     kommt wahrscheinlich   ohnehin   nur   der   Brassin-Motor   mit   seiner   Spitzendetaillierung in Frage. Positiv   zu   vermerken   ist   auch,   dass   das   Seiten-,   die   Höhen-   und   Querruder, die   Landeklappen   sowie   die   Vorflügel   in   ausgelenkter   bzw.   ausgefahrener Stellung   angebaut   werden   können.   Das   wird   ein   sehr   realistisches Aussehen ermöglichen.   Von   ausgezeichneter   Qualität   ist   auch   das   Fahrwerk   –   auf   den Reifen   kann   man   sogar   die   Beschriftung   lesen.   Die   Radkästen   sind   gut detailliert.   Etwas   problematisch   sehe   ich   das   bereits   an   der   linken   Tragfläche angegossene    Pitotrohr.    Eine    kleine    Unachtsamkeit    genügt    und    es    wird abbrechen. Die   Klarsichtteile   sind   von   sehr   guter   Qualität   –   glasklar   und   schlierenfrei. Selbstverständlich   kann   die   Cockpithaube   geöffnet   angebracht   werden.   An Außenlasten   kann   ein   Zusatztank   angebaut   werden,   dabei   kann   man   aus zwei      verschiedenen      Versionen      wählen.      Eine      exakt      vorgestanzte selbstklebende     Abdeckmaske     sorgt     dafür,     dass     das     Abkleben     der Cockpitverglasung   (außen),   der   Positionsleuchten   und   des   Spornrads   rasch und   sauber   ausgeführt   werden   kann.   Einfach   vom   Bogen   abziehen,   an   der entsprechenden   Stelle   anbringen   und   schon   kann   mit   der   Airbrush   lackiert werden.
Maßstab: 1/48 Produktlinie: Limited Edition Eduard Produktseite: 11124 Download: Manual Preis: ca. € 34,90
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Vorwort: „Viribus   Unitis“   bedeutet   „mit   vereinten   Kräften“   und   ist   ein   Wahlspruch   Kaiser   Franz   Josephs   I.   Damit   wurde   der   Zusammenhalt   der   Österreichisch- Ungarischen   Monarchie   beschworen.   Sehr   passend   verwendet   Eduard   dieses   Leitmotiv   als   Bezeichnung   seiner   neuen   Limited   Edition   –   mehr   darüber   weiter unten.   Der   tschechische   Hersteller   bringt   die Albatros   D.III   im   beliebten Maßstab    1/48    erneut    auf    den    Markt.    Laut    den    Informationen    auf scalemates    ist    es    bereits    die    13.    Auflage.    Erstmals    erblickte    der Bausatz    1998    das    Licht    der    Modellbauwelt    und    wurde    seither    in wechselnden   Ausprägungen   und   mit   unterschiedlichen   Decalvarianten angeboten. Vorbild: Die   Oeffag   153   war   ein   modifizierter   Lizenzbau   der   Albatros   D.III   und wurde   von   der   Oesterreichischen   Flugzeugfabrik AG   (Oeffag)   in   Wiener Neustadt   für   die   k.   u.   k.   Luftfahrtruppen   des   Kaiserreichs   Österreich- Ungarn   gefertigt.   Die   Modifikationen   betrafen   hauptsächlich   den   Motor (anstatt   des   Mercedes   D.III   wurde   ein   stärkerer   6-Zylinder-Reihenmotor Austro-Daimler    mit    200    PS    eingebaut),    die    Tragflächen    und    die Bewaffnung. Gerade   die   Verbesserungen   an   den   Tragflächen   trugen   dazu   bei,   dass die    österreichischen    Oeffag    153    wesentlich    sicherer    waren,    als    die deutschen   Albatros    D.III.    Flügelbrüche    kamen    viel    seltener    vor,    die Maschine war bei den Piloten sehr beliebt. Die    Höchstgeschwindigkeit    der    Oeffag    153    betrug    188    km/h,    die Dienstgipfelhöhe    5.500    m    und    die    Flugdauer    lag    bei    maximal    drei Stunden.   Bewaffnet   war   der   Jagdeinsitzer   mit   zwei   8-mm-MG   System   Schwarzlose.   Von   der   Oeffag   153   wurden   281   Stück   gebaut,   von   der   modifizierten   253 wurden 330 Exemplare gefertigt.
Vielen Dank an die Firma Eduard für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
Reviews
Oben: Die Nähte der Stoffbespannung wurden von Eduard überzeugend umgesetzt. Der Motor wird noch mit mehreren PE-Teilen aufgewertet.
Review-Checkbox
Gesamteindruck
sehr empfehlenswert ! I I
Maßstab:   1/48      Teile gesamt:   280      Markierungsoptionen:    9

Viribus Unitis

Eduard 11124

Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Metallform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Varianten-Wiederauflage
Formentausch
Neu, Erstauflage
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Unten: gebautes Modell, Quelle: Eduard
Herausragende Oberflächendetaillierung made by Eduard.
Der Bausatz:
Wie   bei   den   limitierten   Ausgaben   von   Eduard   üblich,   bietet auch   „Viribus   Unitis“   eine   große   Anzahl   an   Markierungs- optionen.    Man    kann    aus    insgesamt    neun    Möglichkeiten wählen (fünf Oeffag 153 und vier 253). Die   Farbangaben   in   der   Bemalungsanleitung   beziehen   sich auf   die   Palette   von   Gunze Aqueous-   bzw.   Mr.   Color   und   auf das Angebot von Mission Models. Alle     realisierbaren     Modelle     sind     als     farbige     4-Seiten- Risszeichnungen in ordentlicher Größe abgebildet. Eine   Seite   widmet   sich   der   Anbringung   der   Stencils.   In   der Anleitung   finden   sich   zu   den   einzelnen   Markierungsoptionen auch   kurze   Infos   zu   den   darstellbaren   Maschinen   und   deren Piloten. Die    vollständige    Bauanleitung    kann    hier     heruntergeladen werden.
Bauanleitung:
Markierungsoptionen: 153.11, Oberleutnant Frank Linke-Crawford, Flik (Fliegerkompanie) 41J, Aiello del Friuli, Italien, November 1917 153.80, Offizierstellvertreter Julius Arigi, Flik 55J, Pergine Valsugana, Italien, Dezember 1917 153.125, Hauptmann Lázsló Háry, Flik 42J, Pianzano, Italien, Frühjahr 1918 153.167, Flik 2D, San Pietro in Campo, Italien, Mai 1918 153.206, Hauptmann Godwin Brumowski, CO der Flik 41J, Portobuffole, Italien, Juni 1918 253.09, Hauptmann Friedrich Navratil, CO der Flik 3J, Romagnano, Italien, Juli/August 1918 253.12, Oberleutnant Ludwig Hautzmayer, CO der Flik 61J, Ghirano, Italien, Sommer 1918 253.24, Hauptmann Benno Fiala von Fernbrugg, CO der Flik 51J, Ghirano, Italien, September 1918 253.117, Oberleutnant Stefan Stec, Flik 3J, Romagnano, Italien, Sommer 1918
Farbig bedruckte Fotoätzteile sorgen für Detaillierung im Cockpit.
Die beiden Decalbögen wurden sauber gedruckt und lassen sich erfahrungsgemäß gut verarbeiten.
© Stefan Fraundorfer, Flugwerft Schleißheim
Bauanleitung in Auszügen