© kitchecker.com 2019
ICM 48240
Inhalt:
•
8 graue Spritzrahmen mit 267 Teilen
•
2 Spritzrahmen mit 23 Klarsichtteilen
•
1 Decalbogen
•
24-seitige Bau- und Lackieranleitung im Format A4
Maßstab:
1/48
Produktseite:
48240
Vertrieb:
Glow2B
Bezugsquelle:
Fachhandel
Preis:
ca. € 39,99
Vielen Dank an die Firmen ICM und Glow2B für die
Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
Ju 88D-1
WWII German Reconnaissance Plane
Vorwort:
Antriebs-
und
zellenseitig
auf
der
Ju
88A-4/A-5
basierend,
übernahmen
die
D-Versionen
der
äußerst
vielseitigen
Junkers
Konstruktion
die
strategische
Fernaufklärung.
So
liegt
es
nahe,
dass
aus
der
bereits
herausgebrachten
und
mittlerweile
bekannten
A-4
Maschine
von
ICM
nun
die
ersten
Flugzeuge
der
D-
Version folgen. Inwieweit sich beide Zweimots im Modell gleichen, aber auch unterscheiden, soll Gegenstand dieser Beschreibung sein.
Historie:
Zellenseitig
gleicht
die
D-1,
bis
auf
kleinere
Unterschiede
am
Seitenleitwerk
und
der
Kabinenverglasung,
bedingt
durch
deren
spezifischer
Ausrüstung,
der
A-
4.
Gleichfalls
mit
dem
Jumo
211
J
motorisiert,
verzichtete
man
auf
die
Sturzflugbremsen.
So
ist/kann
auch
die
Abwehrbewaffnung
in
etwa
verglichen
werden.
Charakteristisch
für
die
mit
dem
Jumo
211
J
ausgerüsteten
88iger
sind
die
an
der
Unterseite
der
beiden
Motorgondeln
symmetrischen
Verkleidungen
des
Ladeluftkühlers.
Ein
Erkennungskriterium
zur
Unterscheidung
zwischen
der
F
und
J
Ausführung
des
Triebwerks,
das
anstatt
der
1340
PS
des
F-Modells,
staatliche
1420
PS
leistete.
Da
zum
Teil
bei
der
Truppe
die
Abwehrbewaffnung
abgeändert
wurde,
ist
es
nicht
immer
eindeutig,
welche
Version
man
gerade
bildtechnisch
begutachtet.
Es
sei
denn,
man
erkennt
das
Fehlen
der
Sturzflugbremsen
oder
noch
besser,
die
zwei
kreisrunden
Plexiglasverkleidungen
der
Reihenbildgeräte
können
eindeutig
identifiziert
werden.
Diese
befinden
sich
rechts
hinter
dem
Bombenschacht.
Drei
beheizbare
Reihenbildgeräte,
das
Rb
20/30,
Rb
50/30
oder
Rb
75/30
kamen
hier
zum
Einsatz.
Das
MG
81
in
der
Bugverglasung
fiel
weg.
Bei
der
Abwehr
nach
hinten
blieb
es
identisch
zur
A4
mit
der
MG-Bewaffnung.
Zwei
MG
81
im
hinteren,
gewölbten
Abwehrstand,
dazu
ein
nach
hinten
unten
gerichtetes
MG
81
Z
(Zwilling)
um
den
Gegner
in
Schach
zu
halten.
Mit
einer
Kadenz
von
1600
Schuss/Minute pro Waffe eine ordentliche Ansage.
Ausgelegt
als
strategischer
Langstreckenaufklärer,
wird
die
Ju
88D-1
mit
4
Mann
Besatzung
geflogen.
Der
Flugzeugführer,
links
vorne
in
einem
gepanzerten
Sitz
Platz
nehmend,
steuerte
das
"Pilotenflugzeug".
Der
Beobachter
rechts
neben
dem
Piloten
ist
hauptsächlich
für
die
Navigation
zuständig.
Er
bediente
je
nach
Ausrüstungsstand,
im
Horizontalangriff
das
Lotfe-Bombenzielgerät
und
löste
auch
die
Bomben/Reihenbildkameras
aus.
Je
nach
Verteidigungslage
wehrte
er
Feinde
mit
dem
linken
rückwärtsgerichteten
MG
81
neben
dem
Bordfunker
ab.
Dieser
saß
mit
dem
Rücken
hinter
dem
Piloten
und
kümmerte
sich
um
den
Funkverkehr.
Mittels
Funkpeilung
war
auch
er
für
die
Navigation
mitverantwortlich.
Einen
unangenehmen
Arbeitsplatz
hatte
der
Bordschütze,
der
die
meiste
Zeit
in
der
engen
Bodenlafette
liegend
die
wichtigste
Abwehrwaffe
nach
hinten
unten bediente.
Galten
die
Flugeigenschaften
als
sehr
flugzeugführerfreundlich,
so
war
der
Einmotorenflug
ganz
anderer
Natur.
Lag
dabei
das
Gewicht
der
Maschine
über
10500
kg
(höchstens
11000
kg
laut
Bedienvorschrift),
so
war
er
schlicht
unmöglich.
Die
Bomben
im
Notwurf
entledigt,
per
Schnellablassventil
die
Rumpftanks
teilentleert
und
nebst
MG
auch
noch
Teile
der
Panzerung
über
den
geöffneten
C-Stand
ins
Freie
befördert,
konnte
die
Maschine
mit
240
km/h
in
der
Luft
gehalten
werden.
Zur
Landung
sollte,
wenn
möglich,
immer
über
den
laufenden Motor eingekurvt werden.
Mit
maximal
1,4
ata
unter
Druck
gesetzte
Junkers
Jumo
211
J-1
(1420
PS
mit
Ladeluftkühler)
ermöglichten
ihr
einen
Überlaststart
mit
13750
kg.
Befestigte
man
links
und
rechts
Rauchgeräte
(Starthilfsraketen)
erhöhte
sich
dieser
Wert
um
250
kg.
Zusätzlich
verkürzte
sich
der
Startvorgang.
Im
zweigeteilten
Bombenschacht
rüstete
man
vorne
einen
1220
l,
hinten
einen
680
l
fassenden
Tank
ein.
Mit
zwei
zusätzlich
an
den
Außenlastträgern
angehängten
900
l
Abwurftanks
konnten
so
knapp
5000
km
Flugstrecke
bewältigt
werden.
Was
durchaus
ein
äußerst
gesundes
Maß
an
Reichweite
darstellt.
Ohne
wiederstandserhöhende Außenlasten erreichte die Ju-88D-1 eine Marschgeschwindigkeit von 484 km/h.
Fazit:
Nahtlos
reiht
sich
diese
D-1
von
ICM
in
die
Ju88
-
Serie
ein.
Ein
gut
umgesetzter/abgewandelter
und
hervorragend
detaillierter
Bausatz!
Leider
fehlt
für
ein
derart
großzügig
einsehbares
Cockpit
das
komplette
Gurtmaterial.
Wie
bei
vielen
anderen
Herstellern
setzt
auch
ICM
in
diesem
Punkt
auf
den
Zubehörmarkt
und
liefert
einen
Basisbausatz
mit
Aufrüstpotential
ab.
Aufgrund
der
vielen,
sehr
filigranen
Kleinteile
und
des
komplexen
Aufbaus,
empfehle
ich
den
Bausatz
dem
geübten
Modellbauer.
Erfreulich
ist
die
Tatsache,
dass
man
eigentlich
beide
Versionen,
d.h.
die
A-4
und
D-1
bauen
kann
sofern
man
Decals
der
erstgenannten besitzt.
Mein Urteil zu diesem Bausatz lautet: SEHR EMPFEHLENSWERT!
Happy Modelling,
Guido Veik,
Juli 2019
Vorschaubild klicken zum Vergrößern
Mit
ihrer
gefälligen
Herangehensweise
an
der
Umsetzung
von
Flugzeugen
der
Deutschen
Luftwaffe
im
Zweiten
Weltkrieg,
trifft
ICM
derzeit
den
Zeitgeschmack
von
uns
Modellbauern.
Da
bietet
sich
die
hauseigenen
Ju
88
im
48iger
Maßstab
gerade
zu
an.
Mittlerweile
sind,
sofern
ich
richtig
gezählt
habe,
8
unterschiedliche
Versionen
vom
Hersteller
aus
der
Ukraine
erschienen. Dieses Modell einmal mit eingerechnet.
Die
Worte
zur
Verpackung
kann
ich
mir
hier
getrost
sparen.
Alles
wie
gewohnt
gut
und
sicher
verstaut.
Grundsätzlich
handelt
es
sich
um
den
gleichen
Kit
wie
dem
der
A-4.
So
sind
die
Rahmen
A,
B,
C,
C1,
D,
E,
und
G
absolut
gleich.
Der
Rahmen
F
(Klarsichtteile)
erfuhr
eine
kleine
Änderung.
Unter
dem
Bauteil
6
(die
Kanzelverglasung,
die
für
dieses
Modell
nicht
verwendet
wird),
hat
ICM
mit
Teil
20
und
21
die
Plexiglasabdeckung
für
den
Rumpfausschnitt
der
Kameras
angefügt.
Neu
hinzugekommen
ist
Rahmen
F1
der
natürlich
die
neue
Kanzelverglasung
trägt.
Da
die
D-1
Aufklärer
ohne
MG
81
in
der
rechten
Seite,
bedient
durch
den
Copiloten,
flogen,
fehlt
hier
entsprechend
das
das
MG
81
in
der
Bugverglasung.
Wurde
damals
jedoch
nach
vorn
gerichtete
Abwehr
und
Kampfkraft
benötigt,
setzte
man
hierfür
ein
MG
FF
ein.
Genau
für
die
mit
dem
MG
FF
ausgestattete
Ju
88
ist
auch
die
ansonsten
für
die
A-4
Version
nicht
benötigte
Seitenflosse
samt
Seitenruder
ohne Hornausgleich gedacht.
Obwohl
der
Kit
dank
kluger
Aufteilung
und
Engineering
für
viele
Versionen
verwendet
wird,
hat
ICM
nicht
an
der
Qualität
gespart.
Die
Details
wurden
akkurat
umgesetzt,
scharfkantige
Gravuren
und
feine
Oberflächendetails
zeichnen
diesen
Kit
aus.
Auf
Seite
5
der
fast
identischen
Bauanleitung
zur
A-
4,
zeigt
ICM
mittels
genauen
Maßangaben
wie
die
6mm
großen
Löcher
der
Abdeckungen
für
die
Reihenbildkammeras
im
rechten
Rumpf
gebohrt
werden müssen.
Die Einzelteile warten mit feinsten Details und messerscharfen Konturen auf.
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Unten: CAD-Bilder. Quelle: ICM
Der Bausatz:
Oben: Die Klarsichtteile sind hochtransparent gespritzt.
Bauanleitung:
Die
Bauanleitung
ist
im
üblichen
schwarz/roten
ICM-Format
gedruckt
und
führt
auf
102
leicht
verständlichen
Baustufen
zum
fertigen
Modell.
Der
Farbteil
bietet
Zweiseitenansichten
der
jeweiligen
Markierungsoptionen.
44
der
insgesamt
289
Bauteile
werden
nicht
benötigt
und
ergänzen
so
die
"Grabbelkiste".
Als
Referenz
für
die
Farbe
gibt
ICM
Revell
und
Tamiya
Farben
an.
Wobei
keine
Mischungsverhältnisse
angegeben
werden.
Gute
Infos
zu
tollen
Angaben,
wie
die
einzelnen
Farben
zusammengemischt
werden,
findet
man
im
Internet.
Die
Hersteller
sollten
aber
auch
die
Bauteile
in
der
Bauanleitung
bezeichnen.
Nicht
jeder
weiß
sofort, was er da gerade an Ausrüstungsgegen-ständen oder Bauteilen einbaut.
Markierungsoptionen:
•
Junkers Ju 88D-1,5.(F)/122, Russia, Winter 1942
•
Junkers Ju 88D-1,2.(F)/22, Russia, Winter 1942
•
Junkers Ju 88D-1,1.(F)/120, Norway, Autumn 1941
•
Junkers Ju 88D-1,Libya, 1942
Eine
der
am
feinsten
umgesetzten
Bauteile
sind
z.B.
die
Magazine
der
Abwehr-MG´s.
Hier
finden
sich
Oberflächendetails
im
Zehntelmillimeter-
Bereich.
Diese
finden
aber
leider
den
Weg
in
die
Ersatzteilkiste.
Die
Motorträger
und
die
Fahrwerksscheren
sind
durchbrochen
dargestellt,
was
man
allerdings
bei
den
Pedalen
am
Arbeitsplatz
des
Piloten
vermisst.
Insgesamt
ist
das
Cockpit
gut
ausgestattet
und
lässt
sich
auch
direkt
aus
der
Schachtel
mit
49
Teilen,
incl.
der
beiden
Rumpfhälften,
zu
einem
Eyecatcher
bauen.
Kleine
“Downer”
sind
allerdings
die
Sitze,
wobei
der
Pilotensitz
aus
zwei
Teilen
besteht,
welche
eine
senkrechte
und
umständlich
zu
ver-
schleifende
Klebenaht
verursachen,
sowie
Auswerfermarken
in
den
Sitz-
flächen
der
anderen.
Vergleicht
man
die
beiden
Klarsichtrahmen,
eigentlich
nur
die
neue
Kanzelverglasung,
miteinander,
fällt
auf,
das
der
neu
beigelegte
Rahmen
F1
eine
top
Qualität
aufweist.
Da
hingegen
lässt
der
Rahmen
F
im
Allgemeinen
ein
wenig
nach.
Nicht
das
er
schlecht
ist,
aber
die
häufige
Benutzung
der
Form
hinterlässt
mit
der
Zeit
einfach
kleine
Spuren.
ICM
sollte
hier
einmal
mit
der
Politur
nacharbeiten.
Wir
Bastler
können
uns
ebenfalls
mit
polieren oder mit einem Tauchbad in Future behelfen.
Review-Checkbox
Gesamteindruck
Maßstab: 1/48
Teile gesamt: ca. 300 Markierungsoptionen: 4
Ju 88D-1WWII German Reconnaissance Plane
ICM 48240
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Metallform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, Messing
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Variante
Formentausch
Neuheit
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Design-Merkmale
Ausstattung:*
Umsetzung:
Interior
Motor / Triebwerk
Türen / Klappen
* in Bezug auf die vorliegende Bausatzvariante (Basisbausatz)
Diesen
kleinen
Umbau
dürfte
jeder
leicht
hinbekommen.
Allerdings
sollte
nicht
gleich
mit
dem
6mm
Bohrer
zu
Werke
gegangen
werden,
sondern
sich
langsam
im
0,5mm
Schritt
der
Bohrung
angenähert
werden.
Für
diese
Arbeit
eignet
sich
hierfür
auch
sehr
gut
eine
Reibahle.
Die
runden
Glasabdeckungen
haben
auf
der
Innenseite
einen
ca.
0,5
mm
großen
Überstand,
womit
sich
die
Montage
wesentlich
erleichtert.
Getrost
kann
man
sich
auch
die
Reihenbildkameras
sparen.
Bei
einem
dunklen
Hintergrund
und
der
Dicke
vom
Glas würde man ohnehin nichts sehen.
Um
das
Thema
mit
den
Minuspunkten
abzuschließen
sei
noch
erwähnt,
dass
für
ein
Cockpit
mit
derart
großzügigem
Einblick
eigentlich
das
Gurtmaterial
als
obligatorisch zu betrachten wäre, sowie dass der Rumpf an den Passzapfen und an einigen Materialverjüngungen leichte Sinkstellen aufweist.
Ein
wahres
Highlight
des
Bausatzes
sind
die
sehr
detailgetreu
nachgebildeten
Bauteile
Brandschott,
Motorträger
und
Jumo
211
F/J
Triebwerk.
Allein
hierfür
sind
2x
20
Teile
vorgesehen.
Ein
weiteres
Highlight
sind
die
Steuerflächen,
die
allesamt
separat
beiliegen.
Eine
sehr
gefällige
Umsetzung
hat
sich
ICM
für
die
Fahrwerke
einfallen
lassen
(siehe
Bauanleitung,
Seite
12).
Hier
werden
stabile
Baugruppen
erzeugt,
die
vor
dem
Ankleben
der
Motorgondeln
installiert
werden.
Bauanleitung in Auszügen.
Oben:
Der
mitgelieferte
Decalbogen
erlaubt
die
Markierung
von
vier
Einsatzmaschinen
der
Jahre
1941-42.
Dieser
ist
ausgezeichnet
und
perfekt
im
Register
gedruckt.
Alle
Hinweise
sind
richtig
geschrieben
und
lesbar
gedruckt.
Etwas
mehr
an
Schärfe,
gerade
bei
der
Schrift,
könnte
aber
nicht
schaden.
Allemal
reicht es nach Schulnoten noch für eine 1 - 2. Der Trägerfilm ist hauchdünn und nach Berichten von Freunden ist die Verarbeitung ebenfalls kinderleicht.