Thomas Schneider

Ich darf mich kurz vorstellen: Meine Name ist Thomas Schneider, bin Jahrgang ´69 und im

schönen Frankenland zu Hause. Seit meinen frühesten Erinnerungen bin ich fasziniert von

allem was mit viel Lärm und Gestank durch die Luft fliegt.

Damals, Mitte der ´70er, bekam ich meinen ersten Modellbausatz -eine Lockheed P-38 von Revell- geschenkt. Fasziniert beobachtete ich jeden Arbeitsschritt meines Vaters (aktiver Modelleisenbahner), der den Flieger für mich zusammenbaute.
Nur eben mal am Rande bemerkt: Beängstigend riesig, aber sowas von “cool” war auch die Do- 335, welche damals noch in der Ecke dieser Flugzeughalle stand. Dieses Museum wurde übrigens während meiner gesamten Schulzeit zum alljährlichen Anlaufpunkt in den großen Ferien. Im Prinzip baute ich als Modell gerne das, was ich im Original (dort) sah. Und dann am liebsten von Revell, Matchbox oder Airfix. Mit 12 Jahren hatte ich erstmalig Howard Hughes Meisterwerk “Düsenjäger (Jet Pilot)” mit John Wayne und Jennet Leigh gesehen.
Es müsste ebenfalls so ca. 1977 gewesen sein als im Fernsehen die US-Serie “Spencers Piloten” lief. Fliegerei, echte Helden und ein paar Schurken. Völlig anders wie heute üblich, ohne Krieg, Terrorismus und sinnlose Gewalt, erweckte die Serie in mir den Wunsch die gesehenen Flieger selbst nachzubauen.
Der kleine Schreibwarenladen auf meinem Schulweg hatte damals das Revell-Sortiment im Programm. Die kleinen 1/72er kosteten gerade mal 2,50 DM. Und so finanzierte ich mir durch den Verkauf meiner Pausenbrote und Hausaufgaben eine kleine Modell-Flotte. Das Hobby, welches mich bis heute fesselt, war geboren. Ende der 70er kam dann noch das ultimative Comic in Wiederauflage bei Bastei heraus: Dan Cooper der Testpilot. Eine Mischung aus Fliegergeschichten in Comic-Machart mit einem Sammelteil zu Flugzeugen und Luftfahrtgeschichte. Ich weiß noch, dass der erste Artikel über die Me-262 war, welche ich in den darauffolgenden Ferien im Deutschen Museum München persönlich unter die Lupe nahm.
Danach war erst mal Schluss für die nächsten sieben Jahre. Doch, unterschwellig ging das Feuer wohl trotzdem nicht aus. 1990 meldete ich mich bei der Bundesluftwaffe als Zeitsoldat im technischen Dienst. So wurde auch das Luftwaffenmuseum in Appen während des Unteroffizierslehrganges zeitweise so etwas wie ein Zuhause.
1994 ging es mit einer geschenkten Badger Airbrush-Pistole in die nächste Runde. Doch, mal ehrlich, von professionellem Arbeiten konnte bei weitem noch keine Rede sein. Wie heißt es so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... :-) Langsam und Schritt für Schritt sammelte ich Erfahrung und entsorgte gleichzeitig die meisten meiner alten Modelle und konzentrierte mich -auch der fehlenden Zeit wegen- auf das Sammeln von interessanten Bausätzen. Zu dieser Zeit kam nun auch noch mein bester (Modellbau-) Kumpel mit ganz neuen, merkwürdigen Modellbausachen an, welche sich in den Regalen der Läden breitmachten. So nahm ich also ganz neue Begriffe in meinen Wortschatz auf. Exotisches wie etwa Shortrun, Resin und Ätzteile. Der Durchbruch kam nun 2007 mit einem neuen Arbeitskollegen, welcher Profi im Militärmodellbau ist. Erst jetzt wurde mir klar, was es noch alles zu lernen gab, und vor allem, was im Modellbau alles möglich ist. Die damaligen Modellbau-Ausstellungen -allen voran die German Model Master in Nürnberg- taten ihr übriges dazu. Seit 2009 mische ich nun kräftig bei Ausstellungen und Wettbewerben im In- und Ausland mit und freue mich sehr auf anregende Fachsimpeleien unter Kollegen...
Meiner Meinung immer noch einer der besten Fliegerfilme aller Zeiten - ohne Filmtricks und Modelle, alles original Filmszenen. Ich kann das gar nicht genug betonen! Nun, der Wunsch brannte, die Kisten irgendwann vielleicht selbst zu fliegen und das Gute gegen das Böse dieser Welt zu verteidigen. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich 12 Jahre alt war... )
Einen groben Einschnitt gab es später zum Ende der Schulzeit. Plötzlich waren ganz andere Sachen wichtig. Mädchen, Hubraum, Car-HiFi und Partys. So hatte ich meine Flugzeug- modelle (inzwischen ca. 200, siehe links) zwar alle schön in den Vitrinen und die Literatur in den Regalen, aber Beachtung fanden diese Sachen einige Jahre nicht mehr so recht. Eine Ausnahme gab´s allerdings doch noch. So hatte ich 1987 auf drängen (Verzeihung, es muß natürlich heißen “bitten”) meines Vaters bei einem landesweiten Modellbahn Diorama- wettbewerb teilgenommen und sogar eine Platzierung gemacht...
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