Das Team: Thomas Schneider
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Einen   groben   Einschnitt   gab   es   später   zum   Ende   der   Schulzeit.   Plötzlich   waren   ganz andere   Sachen   wichtig.   Mädchen,   Hubraum,   Car-HiFi   und   Partys.   So   hatte   ich   meine Flugzeugmodelle   (inzwischen   ca.   200   und   meist   halt   irgendwie   zusammengebaut)   zwar alle   schön   in   den   Vitrinen   und   die   Literatur   in   den   Regalen,   aber   Beachtung   fanden diese Sachen einige Jahre nicht mehr so recht. Eine   Ausnahme   gab´s   allerdings   doch noch.   So   hatte   ich   1987   auf   drängen (Verzeihung,   es   muss   natürlich   heißen “bitten”)     meines     Vaters     bei     einem landesweiten      Modellbahn      Diorama- wettbewerb    teilgenommen    und    sogar eine Platzierung gemacht... Danach war erst mal Schluss für die nä-
Der   kleine   Schreibwarenladen   auf   meinem   Schulweg   hatte   damals   das   Revell-Sortiment   im   Programm. Die   kleinen   1/72er   kosteten   gerade   mal   2,50   DM.   Und   so   finanzierte   ich   mir   durch   den   Verkauf   meiner Pausenbrote,   allerlei   Krimskrams   und   Hausaufgaben   :-)   eine   kleine   Modell-Flotte.   Das   Hobby,   welches mich bis heute fesselt, war geboren. Ende   der   1970er   kam   dann   noch   das   ultimative   Comic   in   Wiederauflage   bei   Bastei   heraus:   Dan   Cooper der Testpilot. Eine   Mischung   aus   Fliegergeschichten   in   Comic-Machart   mit   einem   Sammelteil   zu   Flugzeugen   und Luftfahrtgeschichte.   Ich   weiß   noch,   dass   der   erste   Artikel   über   die   Me-262   war,   welche   ich   in   den darauffolgenden Ferien im Deutschen Museum München persönlich unter die Lupe nahm.
chsten sieben Jahre. Doch, unterschwellig ging das Feuer wohl trotzdem nicht aus. 1990 meldete ich mich bei der Bundesluftwaffe als Zeitsoldat im technischen Dienst. So wurde auch das Luftwaffenmuseum auf dem Gelände der Marseille-Kaserne in Appen während des Unteroffizierslehrganges zeitweise so etwas wie ein Zuhause.
1994   ging   es   mit   einer   geschenkten   Badger   Airbrush-Pistole in   die   nächste   Runde.   Doch,   mal   ehrlich,   von   professionellem Arbeiten   konnte   bei   weitem   noch   keine   Rede   sein.   Wie   heißt es   so   schön:   Mühsam   ernährt   sich   das   Eichhörnchen...   :-) Langsam   und   Schritt   für   Schritt   sammelte   ich   Erfahrung   und entsorgte   gleichzeitig   die   meisten   meiner   alten   Modelle   und konzentrierte   mich   -auch   der   fehlenden   Zeit   wegen-   auf   das Sammeln   von   interessanten   Bausätzen.   Zu   dieser   Zeit   kam nun   auch   noch   mein   bester   (Modellbau-)   Kumpel   mit   ganz neuen,   merkwürdigen   Modellbausachen   an,   welche   sich   in den   Regalen   der   Läden   breitmachten.   So   nahm   ich   also ganz   neue   Begriffe   in   meinen   Wortschatz   auf.   Exotisches wie etwa short-run, Resin und Ätzteile. Der    Durchbruch    im    Modellbau    kam    dann    2007    mit    einem neuen   Arbeitskollegen,   welcher   Profi   im   Militärmodellbau   ist.   Erst   jetzt   wurde   mir   klar,   was   es   noch   alles   zu lernen   gab,   und   vor   allem,   was   im   Modellbau   alles   möglich   ist.   Die   damaligen   Modellbau-Ausstellungen   -allen   voran   die   German   Model   Master   in Nürnberg-   taten   ihr   übriges   dazu.   Von   2009   bis   2014   mischte   ich   also   kräftig   bei   Ausstellungen   und   Wettbewerben   im   In-   und   Ausland   mit   und freute mich immer sehr auf anregende Fachsimpeleien unter Kollegen. Die   Entwicklung   nahm   dann   aber   nochmals   eine   Wendung,   zum   einen   durfte   ich   Modellbau   auch   von   der   Herstellerseite   aus   betrachten   und tauschte gleichzeitig -zumindest für den Hauptteil der Hobby-Zeit- den Plastikkleber gegen die Tastatur. Mit   den   Modellbau   Online-Magazinen   und   der   damit   verbundenen   Redaktionstätigkeit,   zuerst   “original und modell”   (sozusagen   als   Testplattform   von 2014   bis   2016)   und   dann   ab   2017   mit   dem   Kitchecker   Modell-Journal,   habe   ich   mich   in   Sachen   Modellbau   auf   ganz   neue   Wege   begeben   und   somit ein neues -oder sagen wir mal zusätzliches- Hobby gefunden. Abschließend wünsche ich all unseren Lesern viel Spaß auf unseren Seiten und hoffe auch Sie für dieses Hobby begeistern zu können. Happy Modelling, Thomas Schneider

Ich  

darf  

mich  

kurz  

vorstellen:  

Meine  

Name  

ist  

Thomas  

Schneider,  

bin  

Jahrgang  

´69  

und  

im  

schönen  

Frankenland  

zu  

Hause.  

Seit  

meinen

frühesten Erinnerungen bin ich fasziniert von allem was mit viel Lärm und Gestank durch die Luft fliegt.

Damals,   Mitte   der   ´70er,   bekam   ich   meinen   ersten   Modellbausatz   -eine   Lockheed   P-38   von Revell- geschenkt. Fasziniert beobachtete ich jeden Arbeits- schritt meines Vaters (aktiver Modelleisenbahner), der den Flieger für mich zusammen- baute. Es müsste ebenfalls so ca. 1977 gewesen sein als im Fernsehen die US-Serie “Spencers Piloten” lief. Fliegerei, echte Helden und ein paar Schurken. Völlig anders wie heute üblich, ohne Krieg, Terrorismus und sinnlose Gewalt, er- weckte die Serie in mir den Wunsch die gesehenen Flieger selbst nachzu- bauen.
Nur eben mal am Rande bemerkt: Beängstigend riesig, aber sowas von “cool”, war auch die Do-335, welche damals noch in der Ecke dieser Flugzeughalle stand. Dieses Museum wurde übrigens während meiner gesamten Schulzeit zum alljährlichen Anlaufpunkt in den großen Ferien. Im Prinzip baute ich als Modell gerne das, was ich im Original (dort) sah. Und dann am liebsten von Revell, Matchbox oder Airfix. Mit 12 Jahren hatte ich erstmalig Howard Hughes Meisterwerk “Düsenjäger (Jet Pilot)” mit John Wayne und Jennet Leigh gesehen. Meiner Meinung immer noch einer der besten Fliegerfilme aller Zeiten - ohne Filmtricks und Modelle, alles original Filmszenen. Ich kann das gar nicht genug betonen! Nun, der Wunsch brannte, die Kisten irgendwann vielleicht selbst zu fliegen und das Gute gegen das Böse dieser Welt zu verteidigen. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich 12 Jahre alt war... )