AH-1Z Viper - A Tribute to Battlefield 3
Übersicht
Modell: AH-1Z Viper
Gebaut von: Helmut Fraundorfer
Maßstab: 1/48
Verwendeter Bausatz: Kitty Hawk
Verwendetes Zubehör: BigEd AH1-ZViper for Kitty Hawk (BIG49130, Euard), Hellfire Missiles (648280, Eduard)

Vorgeschichte
Das Modell der Viper wollte ich unbedingt einmal als Hommage an das Computerspiel Battlefield 3 nachbauen, welches mir in meinen jungen Jahren (ähem…) den einen oder anderen verregneten Tag etwas unterhaltsamer gestaltet hat. Insgesamt gesehen gab es sehr viele verregnete Tage, am Ende meiner BF3 Karriere waren es knapp 1300 Stunden, die ich mit diesem Shooter verbracht habe. In diesem Spiel konnte man eine Viper pilotieren, welches in meinem Fall den Löwenanteil der Gesamtspielzeit ausgemacht hat. Es war einfach immer und immer wieder amüsant, der Fliegerabwehr auszuweichen, ganz nah über dem Boden vor dem Radar geschützt zu fliegen, im letzten Moment vor dem feindlichen Panzer wie aus dem Nichts aufzutauchen und diesen dann auszuschalten. Epische Luftkämpfe gegen Jets mit der allbewährten TV-Rakete waren ebenso Bestandteil der schier endlos wirkenden Unterhaltung. Aber genug in alten Erinnerungen gesuhlt, ich wollte unbedingt diesen Hubschrauber einmal im Modell bauen.
Als ich den Bausatz auf der Modellbaumesse in Ried gesehen habe, wurde dieser sofort erworben, mit dem Gedanken behaftet, dass ich ihn mit einer kleinen Vignette, angepasst an die Lieblingsmap die ich immer gespielt habe, (Operation Firestorm) bauen würde.
Ein paar Monate verstrichen, bis ich ihn dann auch wirklich angegangen bin. Die Freude war aber gleich richtig groß.
Der Bausatz
Zum Bausatz kann ich sagen, dass er ganz OK ist, Details sind klasse, aber das Plastik hatte eine merkwürdige Konsistenz und war meiner Meinung nach zu weich. Beim Abtrennen diverser Teile entstanden so unschöne Stellen, die, wenn überhaupt noch möglich, aufwendig verschliffen werden mussten. Manch filigranes Teil brach gleich in der Mitte auseinander und musste aus Restematerial neu aufgebaut werden, wenn es nicht mehr verklebt werden konnte. Die Pilotenkanzel wurde zudem noch recht eigenartig aufgebaut, und das Maskieren dieser stellte auch noch einmal eine Herausforderung dar, da absolut keine Anhaltspukte zum Abkleben vorhanden waren. Abgesehen davon, war der Rest echt in Ordnung.
Eigentlich wollte ich die Viper komplett ohne geöffnete Klappen bauen, aber als ich die schönen Turbinen gesehen habe, konnte ich einfach nicht widerstehen. Mit Kupfer und Bleidraht wurden dann also die Bereiche der Turbine und des Avionik-Schachtes etwas aufgemotzt. Diese wurden dann auch gleich bemalt und dann mit den dafür vorgesehenen Klappen verschlossen, damit keine Farbe beim Lackieren der äußeren Oberflächen daran geraten kann.
Der Außenbereich wurde noch einmal ordentlich mit Lametta von Eduard behangen. Zwei ganze Sets kamen dabei in Verwendung, wobei wirklich alle Teile Sinn machten. Bei den Hellfire Raketen habe ich auch auf das Brassin Set von Eduard zurückgegriffen. Hier ist die Detaillierung einfach um Längen besser.
Eine Premiere hatte ich bei der Lackierung, da aufgrund von COVID-19 praktisch bei allen Modellbaushops die Mr.Hobby – Farben die ich benötigt habe, ausverkauft waren, habe ich den relativ neuen „Real Colors“ von AK einen Versuch gestattet. Ich muss sagen, ich war wirklich extrem positiv überrascht. Die Farben ließen sich wunderbar mit der Airbrush auftragen. Ich war erstaunt wie wenig ich eigentlich verwenden musste, um sofort eine perfekt deckende Schicht zu haben. Außerdem ist das Sortiment der Farben obendrein gigantisch! Das Beste aber ist, dass nach 5 Minuten die Oberfläche praktisch trocken war und man sofort mit maskier-Arbeiten beginnen konnte. Die schnelle Trocknungszeit ist gewährleistet, weil die Farben auf Lackbasis hergestellt wurden.
Nachdem die Farbe trocken war, konnten die Decals angebracht werden, welche sich nebenbei bemerkt tadellos verarbeiten haben lassen. Nach den Decals folgte eine Schicht Versiegelungslack, auf welchem dann die Panelline washes durchgeführt wurden.
Da die Vignette in der Wüste angesiedelt sein wird, habe ich die Panellinien mit etwas Sandfarbenen Emailfarben nachbehandelt, um dem Ganzen einen etwas „verstaubten“ Look zu verpassen. Außerdem habe ich diverse Flächen mit diversen Ölfarben bearbeitet um Flächen aufzuhellen, abzudunkeln, oder um damit Nuancen in den einzelnen Oberflächen zu erzeugen.
Nach einer abschließenden Schicht Mattlack war das Werk vollendet. Die Base ist zwar noch in Arbeit, aber das Modell selbst kann schon vorgestellt werden. Bilder von der fertigen Szene folgen zu einem späteren Augenblick.
Der Bau hat richtig Spaß gemacht und mir ordentlich Hunger auf Hubschrauber gemacht. Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern, und wird ein, wenn nicht DER Klassiker unter den Hubschraubern. Mal sehen wer es erraten kann, was ich meine. 😉
So und nun viel Spaß mit den Bildern.
Text und Bilder ©Helmut Fraundorfer