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Modelle & Dioramen
Wie   bei   anderen   Valom   Bausätzen   auch   begleitet   hier   den   Decalbogen   ein   Korrekturblatt.   Diesmal   ist   es   eine   falsch   gedruckte   Seitenleitwerks-Kennung,   die   aus der „08“ eine „80“ gemacht hätte. Die   Decals   selbst   sind   von   wunderbarer   Klarheit   und   Präzision,   auch   ist   der   Trägerfilm   bemerkenswert   dünn,   allerdings   ist   das   Material   sehr   spröde   und   kann leicht   zerbrechen.   Mir   ist   das   an   mehreren   Stellen   trotz   großer   Vorsicht   passiert;   zum   Glück   gab   es   Ersatz   in   Form   der   zweiten   Decalversion   beziehungsweise des Korrekturbogens! Auch   die   Bauanleitung   zeigt   sich   Valom-typisch   an   mehreren   Stellen   unklar   und   lässt   den   Modellbauer   in   die   eine   oder   andere   Falle   tappen.   Hinzuweisen   ist etwa, dass die vier ominösen Leitbleche an den Triebwerksauslässen, die als Ätzteile beigelegt sind, nicht verbaut werden dürfen.
Modell - Journal
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Modell, Bilder und Text: Roland Sachsenhofer
Baustufen:
Valom, 1/72 Ein Beitrag von Roland Sachsenhofer Valom    ist    mit    seiner    Modellpolitik    wirklich    zu    loben.    In letzter    Zeit    erscheint    eine    ganze    Reihe    von    doch    eher exotischen   Flugzeugen,   deren   Geschichten   aber   durchaus interessieren     können.     Noch     dazu     ergeben     sie     auch wirklich   formschöne   Modelle.   Die   B-45A   Tornado   zählt   für mich unbedingt dazu. Noch    im    vorletzten    Kriegsjahrwurde    als    Gegenstück    zu deutschen   Projekten   wie   der   Ar   234   oder   der   Ju   287   ein vierstrahliger    Jet-Bomber    konzipiert.    Die    Ausschreibung gewann   North American   mit   der   konventionell   ausgelegten B-45    Tornado,     der     Erstflug     fand    Anfang     1948     statt. Nachdem   dieses   Muster   zu   Zeiten   des   aufdämmernden Kalten Kriegs zur Verfügung stand und die Serienreife der
ambitionierteren B-47 noch Jahre dauern würde, wurde der Tornado noch 1947 in die Serienproduktion geordert. Die   Tornado   sollte   nicht   nur   als   taktischer   Bomber   eingesetzt   werden,   Seit   1950,   mit   Ausbruch   des   Koreakrieges,      wurden   die   Maschinen   der   A-Serie   auch zum Nuklearbomber umgerüstet, in Großbritannien geflogene B-45 wurde somit auch zu den ersten in Europa stationierten Atombombern. Mehrere   Versionen   sollten   bis   Mitte   der   50er   Jahre   entstehen,   wobei   Maschinen   der   C-Version   auch   in   Korea   eingesetzt   wurden.   Endgültig   außer   Dienst gestellt wurde das Muster 1959. Mein Modell zeigt eine B-45A, wie sie Anfang der 50er in der China Lake Naval Weapons Station geflogen worden ist. Die   Tornado   ist   das   zweite   Modell   aus   von   Valom,   dass   ich   gebaut   habe-   und   auffallender   Weise   decken   sich   Freude   und   Leid   bei   beiden   Modellbausätzen. Was habe ich festgestellt? Zum   einen   macht   mir,   wie   oben   schon   festgestellt,   die   Auswahl   der   Modelle   echt   Freude!   Die   Vorbildmaschinen   scheinen   mir   auch   gut   recherchiert,   noch dazu darf deren Umsetzung als Modell was Maßhaltigkeit und Formtreue betrifft, als gelungen gelten.
Fazit:   Kein   Modell   für Anfänger   also,   außerdem   sollte   man   die   Vorbildmaschine   ein   wenig   recherchiert   haben,   um   bei   einigen   fraglichen   Bau-Stellen   die   richtigen Entscheidungen treffen zu können. Ansonsten   ist   aber   zu   sagen,   dass   Valom   hier   ein   wunderbar   formschönes   und   nicht   allzu   bekanntes   Stück   Flugzeuggeschichte   bietet,   dass   sich   im   Grunde   ohne tiefer gehende  Probleme zu einem wunderschönen Vitrinen-Schmuckstück bauen lässt. Euer Roland Sachsenhofer
Die   Passgenauigkeit   der   Teile   bewegt   sich   in   einem   ordentlichen   Maß,   nur   die   Anpassung   der   Tragflächen   an   der   Rumpf   erforderte   etwas   Trickserei,   Kraft   und einen   guten,   schnell   abbindenden   Kleber.   Gespachtelt   wurde   vor   allem   bei   der Anpassung   der   Klarsichtteile   an   den   Rumpf.   Die   Spachtelmasse   wurde   allerdings in   Mengen   auch   beim   Ausfüllen   diverser   Sinkstellen   in   den   Triebwerksbereichen   benötigt.   Die   Oberflächendetails   fallen   übrigens   recht   subtil   und   mit   Sinn   für angemessene   Tiefe   bei   den   Panellinien   aus. Als   short-run   Modell   versorgt   Valom   den   Modellbauer   mit   Resin-Turbinen-Ein-   und Auslässen   sowie   mit   Ätzteilen   für das Cockpit und das Fahrwerk. Ein besonders schönes Stück ist dabei für mich der fein ausgebildete Scheibenwischer vor der Font-Cockpitscheibe.