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(Luftforsvaret).   Unter   anderem   hat   diese   Einheit   damit   am   NATO   Tiger   Meet   2009   teilgenommen,   das   am   Militärflugplatz   Kleine   Brogel   in   Belgien   durchgeführt wurde.   Die   Staffel   erhielt   ihre   ersten   Falcons   1985   und   wurde   2003   Vollmitglied   der   NATO   Tiger Association.   Bereits   zweimal,   nämlich   2007   und   2012,   war   die 338. Skvadron auf ihrer Heimatbasis Orland Gastgeber eines Tiger Meets. Eduard   legte   mit   dieser   2012   erschienen   und   auf   1.500   Stück   begrenzten   Limited   Edition   mit   der   Bezeichnung   „NATO   Falcons“   ein   echtes   „rundum-sorglos- Paket“   auf.   Den   Kinetic-Basisbausatz   werteten   die   Tschechen   mit   einem   Schleudersitz,   Rädern   und   einem   Triebwerksauslass   aus   Resin   auf.   Außerdem   legte man   noch   zwei   Ätzteilplatinen,   vorgestanzte   Abdeckmasken      und   einen   großen   Decalbogen   mit   den   oben   angesprochenen   vier   sehr   attraktiven   Markierungs- möglichkeiten bei. Der   Bau   begann,   wie   bei   Flugzeugmodellen   üblich,   mit   dem   Cockpit.   Hier   leisten   die   bereits   farbig   bedruckten   Fotoätzteile   von   Eduard   ganze Arbeit.   Die   Haupt- und   Seitenkonsolen   werden   damit   sehr   schön   detailliert.   Auch   der   perfekte   Resin-Schleudersitz   aus   der   Brassin-Reihe   wird   mit   PE-Teilen   noch   weiter aufgepeppt und wird so zum Modell im Modell.
Eduard, 1:48 Ein Beitrag von Stefan Fraundorfer Flugzeuge    mit    attraktiven    Sonderlackierungen    üben    auf mich   eine   ganz   besondere   Anziehungskraft   aus.   Seien   es Maschinen   von   Kunstflugstaffeln,   Flugzeuge   mit   Jubiläums- anstrichen   oder   moderne   Jets,   die   für   ein   NATO   Tiger   Meet ein   spezielles   Design   erhalten   haben   –   egal,   mir   gefallen   sie alle.   Was   liegt   also   näher,   als   diese   Maschinen   auch   im Modell umzusetzen. Die   tschechische   Modellschmiede   Eduard   bietet   mit   ihrer Limited    Edition    „NATO    Falcons“    (Bausatz-Nr.    1172)    die Möglichkeit,    eine    F-16    im    Maßstab    1/48    in    italienischen, niederländischen,   dänischen   oder   norwegischen   Diensten zu   bauen.   Ich   habe   mich   für   Letztere   entschieden,   wobei   ich die   Qual   der   Wahl   hatte,   denn   alle   vier   Modelle   präsentieren sich mit äußerst reizvollen Seitenleitwerken. Die   von   mir   umgesetzte   Maschine   ist   eine   F-16AM   und   ge- hört zur 338. Staffel der Königlich Norwegischen Luftwaffe
Die   Passgenauigkeit   der   Plastikteile   von   Kinetic   würde   ich   als   durchwachsen   bezeichnen.   Es   gibt   zwar   Baugruppen,   wie   z.B.   das   Seitenleitwerk,   wo   alle   Teile perfekt   sitzen,   die   meisten   Teile   bedürfen   aber   einiger   Nacharbeit.   Trockenpassungen   sind   praktisch   immer   Pflicht   und   es   müssen   etliche   Korrekturen durchgeführt   werden.   Sehr   gut   gelöst   hat   Kinetic   aber   den   Zusammenbau   der   oberen   mit   der   unteren   Rumpfhälfte.   Hier   ergibt   sich   fast   keine   Klebenaht.   Die Angüsse   der   Plastikteile   an   den   Gussästen   sind   stellenweise   enorm   klobig   und   dick. Teilweise   ist   nur   sehr   schwer   zu   erkennen,   wo   der Anguss   aufhört   und   das zu verbauende Teil beginnt. Die   größten   Passprobleme   ergaben   sich   beim   Übergang   Radom   zu   Rumpf.   Hier   musste   ich   viel   spachteln,   schleifen   und   nachgravieren.   Eine   Enttäuschung war   auch   die   neue   Schubdüse   von   Eduard.   Sie   sieht   zwar   super   aus,   aber   leider   passt   sie   überhaupt   nicht   an   das   Heck   der   Viper   von   Kinetic. Also   habe   ich   die Originalteile   verbaut,   nur   die   beiden   PE-Teile   für   den   Nachbrenner   kamen   zum   Einsatz.   Die   genannten   Schwierigkeiten   lassen   sich   aber   durchaus   überwinden und man erhält am Ende eine formgetreue F-16.
Fazit: Mir hat der Bau trotz so mancher Schwierigkeit viel Spaß gemacht und in der Vitrine macht sich die Tiger-Viper wirklich gut. Viel Spaß mit den Bildern! Happy Modelling! Stefan Fraundorfer
Die   Lackierung   norwegischer   Falcons   ist   recht   einfach   –   Gunze   H308   (Grau   FS   36375)   über   alles,   mit   Ausnahme   des   Radoms,   das   wird   mit   Gunze   H306 lackiert.   Damit   die   Oberfläche   nicht   zu   eintönig   wirkt,   habe   ich   die   Blechstoßlinien   und   die   Nietenreihen   schwarz   vorschattiert.   Nach   der   Lackierung   mit   H308 kam   noch   eine   Mischung   aus   60   %   Paneliner   Black   Camouflage   und   40   %   Grey/Blue   Camouflage   von   AK   interactive   zur   Anwendung.   Dieses   Washing   auf Emailbasis funktioniert hervorragend und ist ganz einfach zu verarbeiten. Als Ergebnis erhält man schön abgesetzte Panellinien und Nieten. Nach   einer   Lage   glänzendem   Klarlack   von   Gunze   war   es   Zeit   für   die   Decals.   Der   Bogen   stammt   von   Cartograf   und   ist   über   jeden   Zweifel   erhaben.   Die Nassschiebebilder    sind    gestochen    scharf    gedruckt    und    sehr    reißfest,    weisen    einen    nur    minimalen   Trägerüberstand    auf    und    lassen    sich    hervorragend verarbeiten. Das Seitenleitwerk der Viper wird damit ganz leicht zum Eyecatcher. Bei   der   Bewaffnung   (2   x   AIM-120B   AMRAAM,   2   x   AIM-9L   Sidewinder)   und   den   Zusatztanks   (2   x   je   370   Gallonen)   habe   ich   mich   an   ein   Foto   aus   dem   Buch Luftforsvaret   (Nordic   Airpower   Nr.   3)   gehalten.   Schon   klar,   dass   die   Falcon   am   Tiger   Meet   nicht   mit   scharfen   Waffen   teilgenommen   hat,   aber   ich   wollte   sie   in einer typischen Konfiguration in der norwegischen Luftverteidigungsrolle darstellen. Die Raketen stammen übrigens aus der Brassin-Linie von Eduard.
Modell, Fotos und Text: Stefan Fraundorfer