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Vielen Dank an die Firma Special Hobby für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
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Maßstab:   1/48      Teile gesamt:   74      Markierungsoptionen:    3

Bücker Bü 181 Bestmann “Panzerjagdstaffeln”

Special Hobby  SH48189

Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Stahlform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Variante
Formentausch
Neue Form
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Vorbild: Die    Bü    181    bedeutete    eine    radikale    Umstellung    bezüglich    der    Gewohnheiten    bei    der   Anfangsschulung    der    Piloten.    Verwendet    wurden    dafür    bisher vorwiegend   Doppeldecker,   seltener   Eindecker,   mit   zwei   offenen,   hintereinander   liegenden   Sitzen   für   Fluglehrer   und   Flugschüler,   die   sich   dick   vermummt während   des   Fluges   nur   mühsam   durch   vorher   abgesprochene   Handzeichen   verständigen   konnten.   Nun   stellte   Carl   Clemens   Bücker   und   sein   begabter schwedischer   Konstrukteur,   Anders   J.   Anderson   mit   der   Bü   181   eine   völlig   neue   Konzeption   vor,   der   er   den   Namen   Bestmann   gab.   Dies   ist   in   der   kleinen Küstenschifffahrt    oder    der    Fischerei    der    Name    für    ein    Mitglied    der Schiffsbesatzung,     welches     statt     des     Steuermanns     die     Seewache übernimmt,     ohne     jedoch     das     entsprechende     Schifffahrtspatent     zu besitzen. In    einer    geräumigen,    geschlossenen    und    beheizbaren    Kabine    saßen Flugschüler   und   -lehrer   nun   nebeneinander   auf   mehrfach   verstell-   und einstellbaren   Sitzen,   wodurch   eine   gute   Verständigung   möglich   wurde.   Mit den    bei    Bücker    als    selbstverständlich    anzunehmenden    guten    Flugeig- enschaften   hätte   die   Bü   181   beste   Aussichten   haben   müssen,   von   der Luftwaffe   als   neues   Standardschulflugzeug   und   Ersatz   für   die   Focke-Wulf Fw   44,   Heinkel   He   72,   ja   sogar   für   die   Klemm   Kl   35   und   die   hauseigene Bücker   Bü   131   angenommen   zu   werden.   Das   war   lebensnotwendig,   denn im   Gegensatz   zu   praktisch   allen   Flugzeug-entwicklungen   anderer   Firmen, für     die     das     Reichsluftfahrtministerium     (RLM)     von     vornherein     die Entwicklungskosten   trug,   hatte   Bücker   wie   auch   schon   zuvor   bei   der   131   und   der   Bü   133   das   ganze   Risiko   auch   für   die   Bü   181   voll   allein   zu tragen   gehabt.   Er   musste   mit   dem   Flugzeug   also   Erfolg   haben,   um   über einen     größeren     Auftrag     des     RLM     die     Entwicklungskosten     wieder hereinholen zu können. Doch der Weg dahin verlief nicht ganz so glatt. Das   erste   Flugzeug,   die   V1,   die   das   Kennzeichen   D-EPDS   trug,   hatte   Chefpilot   Arthur   Benitz   vermutlich   in   den   letzten   Februartagen   des   Jahres   1939 eingeflogen.   Nur   wenige   Tage   später   meldete   sich   bereits   der   Chef   des   Technischen Amtes,   Generalleutnant   Ernst   Udet,   zu   einer   Besichtigung   und   zu   einem Flug    an.    Wenn    er    auch    an    den    Leistungen    und    Eigenschaften    offensichtlich    wenig    zu    bemängeln    hatte,    brachte    er    doch    eine    ganze    Reihe    von Beanstandungen   vor,   die   sich   vor   allem   auf   den   Kabinenbereich   und   den   Einstieg   bezogen.   Vor   allem   waren   es   die   zweigeteilten   Einstiegtüren,   von   denen das   untere   (Blech-)Teil   nach   vorne,   das   obere   verglaste   nach   oben   klappte.   Auch   die   Kopffreiheit   erschien   ihm   wohl   als   zu   gering.   Es   war   also   eine grundlegende   Umkonstruktion   mit   höchstem   Termindruck   nötig,   die   die   für   Mai   vorgesehene   Fertigstellung   des   zweiten   Flugzeugs   um   rund   zwei   Monate verzögerte.   Diese   zweite   Versuchsmaschine,   die   D-ERBV,   konnten   der   zuständige   Sachbearbeiter   der   Erprobungsstelle   Rechlin,   Dipl.-Ing.   Helmut   Czolbe, sowie   andere   der   dortigen   Piloten   vom   29.   Juli   1939   an   in   Rechlin   nachfliegen.   Sie   war   im   Kabinenbereich   gegenüber   der   V1   erheblich   verändert;   sie   hatte nun   zwar   einteilige,   aber   immer   noch   nach   oben   öffnende   Einstiegtüren.   Vor   allem   aber   entsprach   das   Seitenleitwerk   in   Form   und   Größe   noch   nicht   dem   der späteren   Serienflugzeuge.   Es   folgten   nun   drei   weitere   Versuchsflugzeuge   (V3   bis   V5),   die   in   Rechlin   in   jeder   Richtung   erprobt   wurden.   Dazu   gehörte   auch   ein Vergleich   mit   der Arado Ar   79   auf Tauglichkeit   für   die   Schulung,   der   zu   Gunsten   der   Bü   181   ausging.   Das   zweite   Konkurrenzmuster,   die   Klemm   Kl   107,   war   zu dieser Zeit erst in der Firmenerprobung und fiel somit aus. Damit   erteilte   das   RLM   Bücker   einen   Großauftrag   und   ermöglichte   ihm   auf   Staatskosten   den   dafür   nötigen   Ausbau   seiner   Werksanlagen   in   Rangsdorf,   wo Mitte   1940   der   Serienbau   des   neuen   Flugzeugs   in   der   Ausführung   A-1   (noch   mit   Motoren   Hirth   HM   504   A-2)   anlief.   Er   wurde   ab   Ende   1941   auf   B-0   (55 Flugzeuge)   und   dann   auf   B-1   umgestellt.   Bei   dieser   Version   war   bereits   der   dann   bis   zum   Ende   verwendete   Motor   Hirth   HM   500   eingebaut,   der   ebenso   wie sein Vorgänger 105 PS (77 kW) leistete.  Quelle: Wikipedia
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Bausatz: Im   künstlerisch   gestalteten,   blaugrauen   Karton   der   Special   Hobby   1/48er Reihe   brachte   der   tschechische   Hersteller   nun   den   dritten   Bausatz   eines     wirklich lange ersehntes Modell in den Handel. Öffnet   man   die   praktische   Stülpkartonage,   so   ist   man   erstmal   verblüfft,   mit wie   wenigen   Teilen   dieser   Bausatz   auskommt.   Mit   gerade   einmal   42   zu verbauenden    Teilen    sind    die    drei    grauen    Spritzrahmen    bestückt.    Hinzu kommt    der    Rahmen    mit    den    zwei    Klarsichtteile,    ein    gut    gemachter Fotoätzteilebogen   mit   28   Komponenten,   zwei   Resinteile,   ein   Decalbogen und die sehr gute, 9-seitige  Bau- und Lackieranleitung. Um     Beschädigungen     vorzubeugen     ist     alles     fein     säuberlich,     separat verpackt.    Wie    gewohnt    bei    Special    Hobby    ist    auch    dieser    Bausatz    ein typischer   Vertreter   des   Technologie-Mix   Formenbaus.   Die   zwei   Rahmen   mit den   Hauptkomponenten   sind   in   klassischer   Kleinserientechnologie   herge- stellt,   der   kleine   Spritzrahmen   mit   den   Teilen   des   Fahrwerks   und   der   Räder stammt   aus   einer   modernen   Stahlform. Alle   Teile   liefern   sehr   überzeugende Oberflächen   und   gut   umgesetzte   Details.   Blechstöße   und   Wartungsklappen wird   man   dem   Original   entsprechend   an   der   Bestmann   wohl   eher   weniger finden,   dafür   aber   Bespannungen   und   Rippenbänder.   Die   Steuerflächen sind   fest   angegossen   und   in   Neutralstellung   dargestellt.   Bauerleichternde Passzapfen wurden technologiebedingt nicht berücksichtigt. Zum   Cockpitbereich:   Hier   kommen   fast   alle   Teile   des   Ätzteilebogens   zum Einsatz    und    gestalten    diesen    sehr    realitätsnah.    Das    Gepäcknetz    der “Hutablage”,     die     Gurte     und     filigranen     Griffe     können     mehr     als     nur überzeugen.   Was   die   Ätzteile   für   den   Innenraum   sind,   das   sind   die   beiden Resinteile   für   den   Außenbereich   oder   besser   gesagt   für   den   Motor.   Hiermit werden   die   ersten   beiden   Zylinder   gleich   hinter   dem   Kühllufteinlass   und   die Auspuffstutzen   realisiert.   Einfach,   effektiv   und   völlig   ausreichend!   Nochmals zurück     zum     Cockpit:     Das     Instrumentenbrett     benötigt     lediglich     eine Grundfarbe   in   RLM66,   die   eigentlichen   Instrumente   inkl.   Kontrolllämpchen etc. liefert das weitgehend transparente Decalelement.
Rumpf und Tragflächen machen im direkten Vergleich mit Referenzmaterial einen stimmigen Eindruck im Gegensatz zum aktuellen Konkurenzprodukt! Die Klarsichtteile sind schlierenfrei und hochtransparent gespritzt.
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Die Bauanleitung ist vorbildlich gemacht und führt auf gerade einmal 14 Bauschritten zum fertigen Modell. Der gezielte Einsatz von Farbe erleichtert den Bau. Alle Farbangaben beziehen sich auf das Mr.Hobby-Farbsystem (Gunze).  
Oben: Der kleine Bogen Fotoätzteile bietet alles, was bei der Bestmann  benötigt wird. Neben dem umfang- reichen Gurtmaterial auch das Gepäcknetz.

Special Hobby  SH48189 - 1/48

Inhalt: 3 graue Spritzrahmen mit 42 zu verwendenden Teilen 1 Klarsichtteilerahmen mit 2 Teilen 1 Bogen Fotoätzteile mit 28 Teilen 2 Resinteile 1 Decalbogen 9-seitige, farbige Bauanleitung
Download: Manual Erhältlich bei : specialhobby.eu Preis: € 16,70
Oben:   2   Resinteile,   davon   ein   fein   detailliertes   Segment   mit   Zylinderköpfen simulieren den Motor im sichtbaren Bereich. Unten:   Der   bis   auf   eine   Stelle   (gelbe   10)   perfekt   im   Register   gedruckte   Bogen Wasserschiebebilder   enthält   Markierungen   für   3   Varianten.   Leider   sind   die gelben    Elemente    transparent,    und    lassen    mangels    ausreichend    weißer Grundierung    die    Modellfarben    durchscheinen.    Trägerüberstände    sind    an sinnvollen Stellen vorhanden und erleichtern die Verar- beitung.