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Reviews
Vielen Dank an die Firma Special Hobby für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
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Gesamteindruck
Maßstab:   1/72      Teile gesamt:   61      Markierungsoptionen:    3

Dornier Do 27 "German, Spanish and Belgian Service"  

Special Hobby  SH72327

Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Metallform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, Messing
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Varianten-Wiederauflage
Formentausch
Neue Form
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Vorbild: Die   Dornier   Do   27   ist   ein   leichtes   einmotoriges   STOL-Mehrzweckflugzeug   des   deutschen   Herstellers   Dornier.   Als   Schulterdecker   mit   vier   bis   sechs   Sitzen wurde   sie   vorwiegend   militärisch   bei   der   Bundeswehr   und   in   anderen   Streitkräften   verwendet.   Der   Entwurf   basierte   auf   der   von   Dornier   in   Spanien entwickelten Dornier Do 25. Am   25.   Juni   1954   hatte   in   Sevilla   der   Erstflug   der   ersten   von   zwei   in   Spanien   gefertigten   und   als   Prototypen   dienenden   Maschinen   vom   Typ   Do   25 stattgefunden.   Die   erste   Do   27   aus   deutscher   Serienfertigung   flog   am 17. Oktober 1956. Danach   wurden   bis   1965   über   600   Do-27-Maschinen   von   den   Dornier- Werken   gefertigt.   Damit   war   sie   der   erste   deutsche   Flugzeugentwurf, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Großserie ging. Zu    den    Kunden    gehörten    die    deutsche    Luftwaffe,    die    deutschen Marineflieger,   die   deutsche   Heeresfliegertruppe   (insgesamt   428   Stück), die    schweizerische    Flugwaffe    (sieben    Stück)    und    das    schwedische Heer    (fünf    Stück).    50    Maschinen    wurden    von    CASA    in    Spanien    in Lizenz gebaut und dort als Casa C 127 bezeichnet. Nach   der   Ausmusterung   durch   die   Bundeswehr   in   den   1970er-   und 1980er-Jahren   wurden   viele   Maschinen   an   private   Nutzer   abgegeben. Allein   in   Deutschland   flogen   2004   noch   mehr   als   60   Maschinen.   Bei   der Schweizer   Flugwaffe   war   bis   2008   noch   ein   Flugzeug   (Immatrikulation V-601) für Fotoflüge in Verwendung. Ab   1971   wurden   35   Stück   von   der   Bundesrepublik   Deutschland   und vier    weitere    als    Do    27Q    Dror    (Spatz)    für    die    israelische    Luftwaffe beschafft. Sie wurden 1981 ausgemustert. Als   robuster   Schulterdecker   mit   starrem   Fahrwerk   ausgelegt,   eignet sich   die   Do   27   besonders   für   den   Einsatz   abseits   befestigter   Pisten.   Dazu   tragen   ihre   Kurzstart-   und   Landeeigenschaften   (STOL)   bei.   Bereits   nach   250 Metern erreicht sie eine Flughöhe von 15 Metern. Aus einer Höhe von 15 Metern benötigt sie für eine Landung eine Strecke von lediglich 183 Metern. Dank   dieser   Eigenschaften   wurde   eine   der   Maschinen   (das   erste   Serienflugzeug)   unter   anderem   in   den   1950er-Jahren   von   Bernhard   Grzimek   und   seinem Sohn   Michael   in   Ostafrika   eingesetzt.   Michael   Grzimek   verunglückte   am   10.   Januar   1959   mit   einer   Do   27   tödlich,   als   die   rechte   Tragfläche   mit   einem Altweltgeier zusammenstieß. Das Flugzeug stürzte aus einer Höhe von 200 Metern in steiler Rechtskurve ab.  Quelle: Wikipedia
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick

Special Hobby  SH72327

Inhalt: 4 graue Spritzrahmen mit 49 zu verwendenden Teilen 1 Klarsichtteilerahmen mit 7 zu verwendenden Teilen 1 Ätzteilebogen mit 5 Teilen 1 Decalbogen 12-seitige A4 Bauanleitung
Maßstab: 1/72 Herstellerseite / Shop: SH72327 Download: Manual Preis: UVP € 15,-
sehr empfehlenswert ! I I
Der Bausatz:
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Lange    Zeit    angekündigt,    hatte    sich    das    Erscheinungsdatum    der    aus modernen   CAD-Formen   stammenden   Do-27   weit   nach   hinten   verschoben. Der   Grund   hierfür   war   ein   Designfehler   am   Rumpf,   welchen   das   extern beauftragte    Design-Team    zu    verschulden    hatte.    Wie    heißt    es    aber    so schon,   was   lange   wärt,   wärt   endlich   (sehr)   gut   und   somit   war   es   im   März 2018   endlich   soweit.   Eine   stimmige   und   gut   detaillierte   Do-27   war   nun   in Markierungen   der   Bundeswehr,   als   Casa   C-127   der   spanischen   Streitkräfte und    als    Do-27J-1    der    Belgischen    Armee    in    einer    attraktiv    gestalteten Schüttbox erhältlich.   Betrachtet   man   die   Spritzrahmen   nun   genauer,   so   fallen   einem   sofort   die vielen   kleinen   Details   auf,   die   aus   diesem   kleinen   Einmotorer   einen   echten und   bisher   selten   zu   sehenden   Hingucker   machen.   Bisher   gab   es   diesen Typ   in   1/72   und   in   lediglich   mäßiger   Qualität   nur   von   Huma,   aber   auch   im Eisenbahnmaßstab   1/87,   welcher   ebenfalls   von   Special   Hobby   produziert wurde. Die   hohe   Qualität   der   Spritzgussbauteile   gibt   uns   keinen   Grund   zur   Kritik. Die   obligatorische   Formtrennlinie   ist   vernachlässigbar   gering   und   bedarf lediglich an runden einer Nacharbeit. Grate sind erstmal nicht erkennbar. Die   einzige,   fast   unscheinbare   Sinkstelle   läuft   auf   der   Tragflächenoberseite vor   den   Klappen/Querrudern.   Ob   diese   zwingend   nachgearbeitet   werden sollten wage ich allerdings zu bezweifeln. Die   sehr   überzeugende   Rumpfoberfläche   besteht   aus   scharfkantigen,   ver- senkten    Gravuren    und    erhabenen    Strukturen    mit    feinen    Details.    Einige Zugangsklappen   und   Blechstöße   an   den Tragflächen   und   am   Rumpf   wirken -wie   so   oft   im   kleinen   Maßstab-      etwas   überbetont,   was   sich   aber   mit   dem ersten   Farbauftrag,   bzw.   der   Grundierung   egalisiert.   Die   Steuerflächen   sind allesamt    in    Neutralstellung    angegossen,    machen    aber    für    1/72    einen realistischen   Eindruck.   Besonders   trifft   dies   auf   die   Klappenmechanik   und die Vorflügel zu. Die Enden der Abgasanlage sind übrigens hohl! Das   Cockpit,   bzw.   der   Fluggastraum,   ist   mit   insgesamt   12   Teilen   wirklich gut   ausgestattet.   Auf   die   unterschiedlichen   Versionen   bezüglich   der   Aus- stattung   wird   in   der   Bauanleitung   exakt   eingegangen.   Alle   Türen   können offen   angebaut   werden.   Natürlich   sollte   man   bei   einem   derart   großzügigem Einblick   das   Gurtmaterial   in   jedem   Fall   ergänzen.   Special   Hobby   setzt   in diesem   Fall   auf   den   Zubehörmarkt.   Weiterhin   erwähnens-wert   ist   die   sehr gute   Nachbildung   der   Holme   und   Versteifungselemente   im   Innenraum.   An diesen   gäbe   es   dann   auch   die   einzigen   relevanten   Auswerfermarken   (2 Stück)    zu    versäubern.    Übrigens:    Die    Instrumente    werden    durch    Decal- elemente realisiert.
Sämtliche Einzelteile warten mit feinsten Details auf. Die Klarsichtteile sind schlierenfrei und sauber gespritzt.
Oben: Stimmige Innenraumdetails. Rechts:   Die   markanten   Antennen   der   belgischen Version werden mit Ätzteilen realisiert.
Bauanleitung:
Die   Bauanleitung   des   kleinen   Modells   ist   vorbildlich   im   Format A5   umgesetzt.   Gerade   bei   der   Do-27   nicht   unerheblich,   Versionsunterschiede   der Ausstattung werden   explizit   in   der Anleitung   dargestellt.   Wie   immer   bei   Special   Hobby,   farbliche Abgrenzungen   und   Hinweise   erleichtern   den   Bau.   Die   Farbcodes   sind   im System des Herstellers Mr.Hobby (Gunze) aufgeführt. Die vollständige Bauanleitung kann hier  heruntergeladen werden.
Dem Bausatz liegt ein exzellent gedruckter Decalbogen von Cartograf (Italien) bei, welcher in der Qualität bekanntlich kaum zu übertreffen ist.