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Revell 03875
Inhalt:
•
13 hellgraue Spritzrahmen mit 200 benötigten Teilen
•
2 Klarsichtrahmen mit 9 benötigten Teilen
•
1 Decalbogen
•
28-seitige Bau- und Bemalungsanleitung im Format A4
Fazit:
Revell´s
große
Me262
ist
eine
stimmige
Nachbildung
des
Originals.
Umgesetzt
durch
einen
sauberen
Spritzguss
ist
sie
durchaus
für
die
ganze
Modellbaugemeinde
geeignet.
Selbst
der
Anfänger
sollte
bei
diesem
durchdachten
Kit
vor
keinen
Schwierigkeiten
stehen
und
ein
tolles
Modell
in
die
Vitrine
bringen. Alles in allem kann sich auch das Preis/Leistungsverhältnis sehen lassen.
Also Daumen hoch für diesen Bausatz.
Happy Modelling,
Joachim Weidinger,
Oktober 2019
Mit
der
Messerschmitt
Me262
A1/A2
bringt
Revell
nun
die
zweite,
und
meistgebaute
Einsatzvariante
dieses
revolutionären
Jets
der
40er
Jahre
in
1/32
auf
den
Modellbaumarkt.
Während
die
A1
die
Jägerversion
ist,
handelt
es sich bei der A2 um die Bomberausführung.
Auf
der
Revell
typischen
Verpackung
prangt
ein
sehr
schönes
Boxart,
welches
eine
der
zu
bauenden
Lackiervarianten
des
Erprob.Kdo
262
aus
Lechfeld darstellt, dazu aber später mehr.
Nach
dem
Auspacken,
hat
man
sauber
produzierte
Spritzrahmen
in
den
Händen.
Nur
an
den
Kleinteilen
ist
hier
und
da
etwas
Fischhaut
zu
erkennen,
was
aber
nicht
der
Rede
wert
ist.
Auch
konnte
ich
keinerlei
Sinkstellen
auf
den Bauteilen feststellen.
Panellines
und
Nieten,
sind
fein,
und
scharf
ausgeführt,
so
dass
es
auch
von
dieser
Seite
her
keine
Beanstandungen
gibt.
Die
Auswerfermarken
wurden
ebenfalls
so
positioniert,
dass
sie
an
keinen
sichtbaren
Stellen
zu
finden
sind, und deshalb auch nicht bearbeitet werden müssen.
Der
Bausatz
ist
sehr
variabel
gestaltet,
was
durch
die
separaten
Ruder,
Vorflügel,
offen
darzustellende
Triebwerke
und
Waffenabteil
gewährleistet
ist.
Hier
könnten
die
üblichen
Probleme
mit
der
Passgenauigkeit
entstehen;
genaues
Arbeiten
ist
als
notwendig.
Die
Detaillierung
des
Waffenabteils
und
des
Cockpits
ist
wunderbar
umgesetzt,
wie
auch
die
Triebwerke,
hier
kann
sich
der
Modellbauer
aber
noch
mit
Leitungen
und
Kabeln
weiter
austoben,
um den Detailgrad weiter zu erhöhen.
Für
das
Bugrad
stehen
zwei
Versionen
zur
Verfügung,
je
einmal
mit
und
ohne
Profil,
während
die
Hauptfahrwerksräder
das
bekannte
Rautenmuster
aufweisen,
welches
leider
aber
durch
die
Zweiteilung,
und
das
dadurch
nötige
Verschleifen
vermutlich
etwas
leiden
wird.
Felgen
und
Bremsen
sind
ebenfalls schön umgesetzt.
Die
Klarsichtteile
haben
eine
gute
Transparenz.
In
Baustufe
75
sind
der
mittlere
und
hintere
Teil
der
Kabinenhaube
zum
Öffnen
dargestellt,
was
aber
beim
Einsitzer
der
262
nicht
möglich
war,
nur
das
mittlere
Segment
war
zum
öffnen.
An
Außenlasten
und
Bewaffnung
hat
Revell
alles
beigelegt,
was
damals
für
die
Me262
zur
Verfügung
stand.
Neben
der
Bugbewaffnung
von
vier
Mk108,
stehen
R4M
Raketen
mit
den
Holzrosten
für
die
Tragflächen,
sowie
Zusatztanks
und
Bomben
zur
Auswahl.
Bei
der
Bewaffnung
würde
ich
aber
ein
Quellenstudium
zur
jeweiligen
Maschine
empfehlen,
da
ich
z.B.
nicht
denke,
das
die
R4M
unter
der
Maschine
des
Erprob.Kdo
262
in
Lechfeld
1944
hingen
(außer
die
Maschine
hat
bis
1945
überlebt),
da
die
R4M
erst
im
Februar
1945
in
die
Erprobung
ging
und
erst
im
März
1945
erstmals
eingesetzt
wurde.
Auch
bei
der
zweiten
Maschine
des
KG
51
würde
ich
nach
Bildern
suchen,
da
bei
den
Bombern
oft
aus
Gewichtsgründen
teilweise
die
Mk108 ausgebaut wurden und die Öffnungen verschlossen wurden.
Die
Decals
enthalten
auch
das
Gurtmaterial,
nicht
unbedingt
jedermanns
Sache,
aber
der
Bausatz
ist
somit
komplett,
möchte
man
nicht
unbedingt
zusätzliches Geld für Zubehörprodukte ausgeben.
Maßstab:
1/32
Revell Produktseite / Shop:
03875
weitere Bezugsquelle:
Fachhandel
Download:
Manual
Preis:
UVP € 49,99
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Vorbild:
Unter
der
Projektbezeichnung
P
1065
wurde
ende
1938
der
Auftrag
zur
Entwicklung
eines
strahlgetrieben
Flugzeugs
vom
Reichsluftfahrtministerium
(RLM)
an
Messerschmitt
erteilt,
damals
noch
Bayerische
Flugzeugwerke
AG.
Die
Ende
1939
fertiggestellte
Holzattrappe
fand
beim
RLM
seine
Zustimmung,
und
so
wurde Anfang 1940 der Auftrag für drei Prototypen erteilt.
April
1941
war
der
erste
Prototyp
fertig
und
erhielt
vom
RLM
die
Nummer
262.
Die
V1
sollte
mit
den
neuen
BMW
003
Triebwerken
ausgerüstet
werden,
diese
waren aber noch nicht verfügbar und deshalb wurde der Rumpf mit einem Kolbenmotor des Typs Jumo 210G bestückt.
Mehrere Flüge mit dieser Konfiguration zeigten bei höheren Geschwindigkeiten Schwingungen an den Rudern.
März 1942 fand dann der erste Flug mit den BMW Triebwerken statt.
Im
Juli
1942
wurde
mit
der
V3
auf
das
Jumo
004
Triebwerke
umgestellt,
welches dann auch für die Serie vorgesehen war.
Probleme
machte
auch
die
Auslegung
der
Me262
mit
einem
Spornrad,
was
damals
Standard
war,
wodurch
aber
das
Höhenleitwerk
nicht
genug
Anströmung
bekam,
und
das
Abheben
beim
Start,
nur
durch
einen
Tritt
in
die
Bremsen
gelang.
Daraufhin
wurde
ab
der
V5
auf
das
Bugrad
umgestellt, was aber größere Konstruktionsänderungen erforderte.
Als
1943
die
Me262
Hitler
vorgestellt
wurde,
kam
die
Frage
auf,
ob
sie
als
„Blitzbomber“
einzusetzen
ist.
Nach
der
Zusage,
wurde
von
Hitler
gefordert,
den
Großteil
der
Produktion
der
Me262,
als
Bomber
herzustellen,
was
auch
wieder
zu
Verzögerungen
führte,
da
wieder
etliche
Details
an
der
Konstruktion
geändert
werden
mussten,
außerdem
machten
die
Triebwerke
bis
zum
Ende
ihrer
Karriere
Probleme.
Die
Haltbarkeit
der
Jumo
004
Triebwerke
war
sehr
begrenzt,
was
auch
auf
den Mangel an hitzebeständigen Metallen zurückzuführen war.
Ab
Sommer
1944
fanden,
im
geringen
Umfang,
erste
Fronteinsätze
durch das Erprob.Kdo 262 statt.
Nur
noch
wenige
Verbände
konnten
bis
Kriegsende
mit
der
Me262
aus-
und umgerüstet werden, obwohl über 1400 Maschinen produziert wurden.
Die
Me262
war
nicht
nur
der
erst
in
Serie
produzierte
Düsenjäger,
sie
verband
auch
viele
Innovationen,
wie
die
gepfeilten
Tragflächen,
den
haifischänlichen
Rumpf, die Axialtriebwerke usw., die bis heute bei Düsenflugzeugen verwendung finden.
Vielen Dank an die Firma Revell für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
Vorschaubild klicken zum Vergrößern
Der Bausatz:
Bauanleitung:
Review-Checkbox
Gesamteindruck
Maßstab: 1/32
Teile gesamt: 211
Bemalungsoptionen: 2
Me262 A-1/A-2
Revell 03875
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Metallform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, Messing
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Variante
Formentausch
Neuheit
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Design-Merkmale
Ausstattung:*
Umsetzung:
Interior
Motor / Triebwerk
Türen / Klappen
(* in Bezug auf die vorliegende Bausatzvariante)
In
der
farbigen
Bauanleitung
wird
der
Zusammenbau
in
kleine
Schritte
aufgeteilt,
wodurch
keine
Fragen
offen
bleiben.
Auch
sind
die
Zusatzinformationen,
sowie
die
Varianten-Möglichkeit,
Flugzustand
oder
am
Boden
stehend
gut
gekennzeichnet,
und
eindeutig.
Ein
kleiner
Fehler
hat
sich
augenscheinlich
eingeschlichen,
denn
in
Baustufe
75
sind
der
mittlere
und
hintere
Teil
der
Kabinenhaube
zum
Öffnen
dargestellt,
was
aber
beim
Einsitzer
der
262
nicht
möglich war. Nur das mittlere Segment war zum öffnen.
Als Farbreferenz steht das hauseigene Revell-Programm zur Verfügung.
Für
die
Lackierung
stehen
zwei
Maschinen
zur
Wahl,
einmal
eine
Me262
A-1a
des
Erprob.Kdo
262,
Lechfeld
1944
als
Jäger,
und
eine
Me262
A-2a
der
2./KG53, Rheine 1944 als Bomber.
Die kplt. Bauanleitung kann
hier
betrachtet / heruntergeladen werden.
Bauanleitung in Auszügen.
Unten: gebautes Modell, Quelle: Revell
Das
Design
des
Decalbogens
stammt
vom
Spezialisten
AirDoc
und
wurde
sauber
und
scharfkantig
in
matten
Farben
von
Zanchetti
(Italien)
gedruckt,
auch kleinste Schriften sind problemlos lesbar.
Oben: Ausschnittvergrößerung.