Übersicht
Herstellerbezeichnung: U.S. Armored Tractor With Angle Dozerblade
Artikelnummer: 35291
Maßstab: 1:35
Hersteller: MiniArt
Material: Plastikteile, PE-Ätzeile, Decals
Preis: Ca. € 40,-
Produktlink: U.S. Armored Tractor With Angle Dozerblade
Download: Bauanleitung


Box & Inhalt
So wie bei jedem Fahrzeugbausatz des Ukrainischen Herstellers, ist der Stülpkarton bis zum Deckelrand mit hochdetaillierten Spritzrahmen befüllt. Einzig das Plastik, in denen die 2 Milliarden (Vorsicht Übertreibung!) Spritzrahmen verpackt sind, ist wirklich nervig. Viele Hersteller benutzen wiederverschließbare Tüten aus weichem Plastik, gerade bei so vielen Teilen wäre es praktisch, diese wieder in eine wiederverschließbare Tüte geben zu können.
Anbei der Schachtelinhalt im Kurzüberblick
- 36 unterschiedlich große, in grau gehaltene Spritzgussrahmen
- 1 Rahmen mit 4 Klarsichtteilen
- 1 Rahmen in grauem Plastik, welche die Figur beinhaltet
- 1 kleine Fotoätzteilplatine
- 1 kleiner Decalbogen mit den Markierungen
- 1 Bündel Schnur (Faden) zur Darstellung des Seilzuges
- 24-seitige, teilweise in Farbe gehaltene Bauanleitung im A4 Heftformat
Einleitung:
Vor etwa fünf Jahren hat MiniArt eine regelrechte Lawine losgetreten, als 2015 der erste militärische Bulldozer in den Läden erhältlich war. Die Beliebtheit dieses Themas erlebte einen regelrechten Höhenflug, da es ordentlich Abwechslung in die Modellbauzimmer gebracht hat. Das ist natürlich nicht unbegründet, da man sich bei solchen Themen, was Alterung betrifft, so richtig austoben kann und das Genre für zivile, aber auch militärische Projekte verwendet werden kann. Auch wenn die Euphorie darüber mittlerweile nicht mehr ganz so groß ist, es ist immer wieder schön anzusehen, mit welchen verschiedenen Varianten noch aufgewartet werden kann.
Bausatz & Teile
Es ist einfach immer wieder eine Augenweide, einen MiniArt Bausatz aus der Nähe zu bestaunen. Gerade wenn man sich die Teile genauer ansieht, fragt man sich oft, wie es möglich ist, solche Details abzugießen. Eine Frage stellt sich mir aber immer wieder… Wäre es denn nicht möglich, die vielen Spritzrahmen zu reduzieren? Viele dieser Teile würden sich auch problemlos auf größeren Spritzrahmen einfügen lassen. Es ist ja bei so einer Menge an Rahmen nicht ganz einfach den Überblick zu beizubehalten. Der Hintergrund dazu ist und bleibt mir unerklärlich.
Aber viele Spritzrahmen hin, oder her, das ändert nichts an der Tatsache, dass die Teile einfach unglaublich gut detailliert und makellos abgegossen wurden.
Der Bau beginnt mit dem Motor, ganze zweieinhalb Seiten der Bauanleitung sind dem Herzstück des Bulldozers gewidmet. Dieser strotzt nur so vor Details. Sechskantschrauben sind sehr gut auszumachen, die Motornummer und der Hersteller „Caterpillar“ sind erhaben angegossen worden. Unglaublich, aber sogar die Zündkerzen liegen als Einzelteile bei und müssen verbaut werden. Gut so, denn der Motor wird auch im eingebauten Zustand, zumindest von den Seiten noch gut zu sehen sein, die vielen Details machen also wirklich Sinn.
Für einige der Teile am Motor sind sogar Decals vorgesehen. Vermutlich sind das irgendwelche Druckanzeigen, oder Flüssigkeitsstände. Die Konstruktion setzt sich aus unglaublich vielen Teilen zusammen, teilweise sind diese extrem klein und man muss beim Abtrennen vom Spritzrahmen Acht geben, diese nicht zu zerstören. Aber die vielen Teile sind eben das Geheimnis für ein wirklich gut detailliertes Modell.
Natürlich wurde dieser Bausatz auch mit einer Einzelgliederkette ausgestattet. Jeder Kettenteil besteht aus vier Teilen, die nur teilweise verklebt werden müssen. Eine Kette setzt sich aus 36 Einzelgliedern zusammen. Einem natürlichen Durchhang der Kette sollte also nichts im Wege stehen.
Die Räumschaufel lässt sich nach rechts, oder links gedreht, oder aber natürlich auch gerade montieren. Ziemlich cool ist auch, dass sich die Schaufel wie auch in echt, mit einem Stift arretieren lässt. Drei verschiedene Pfeile zeigen einem, in welches Loch man den Stift stecken muss, um die jeweilige Position der Schaufel zu erhalten.
Auch wenn das Deckelbild etwas anderes vermuten lässt, es können auch Raupen, ohne behelfsmäßigen Gefechtstand um den Fahrersitz herum gebaut werden. Aber eben genau diese Version, ist eigentlich der ganze Clou am Bausatz. Es wurden demnach die neuen Teile für diesen Aufbau, dem herkömmlichen Dozer-Bausatz hinzugefügt, um den Spaßwert zu steigern. Den nicht grundierten/lackierten Stahl kann man nämlich so richtig abgerockt gestalten und sich mit vielen Techniken daran austoben.
Die beigelegte Figur ist ein netter Bonus der das Modell belebter erscheinen lassen wird, wenn diese in Position ist.
Bauanleitung, Decals & Markierungsmöglichkeiten
Die Anleitung ist zwar wirklich gut gestaltet und liefert aussagekräftige Konstruktionsbilder. Manche Bauschritte umfassen aber viele Teile, daher ist es angesagt, immer gut Acht zu geben, damit man keine Teile übersieht, oder gar falsch anbringt. Die Warnhinweise, wenn man sich zwischen verschiedenen Versionen entscheiden muss, sind mit dem fett gedruckten Wort „Option“ versehen. Symbole, wie z.B. ein durchgestrichenes Kleberglas, geben einem zudem noch weitere Instruktionen zum Bau.
Eine individuelle Angabe der Farben je Teil, oder Baugruppe wurde leider nicht verwirklicht. Hier muss man sich an den Risszeichnungen der einzelnen Markierungen orientieren, oder man betreibt selbst Recherche. Es werden die Farben von fünf namhaften Herstellern als Referent gelistet.
Dem Modellbauer stehen 9 verschiedene Markierungsvarianten zur Wahl und diese sind sehr vielfältig, was Standort und Funktion betrifft. Es gibt Raupen, die im ETO, oder im PTO zum Einsatz kamen, eine die der Koreanischen Armee angehört und in Vietnam stationiert war, oder eben den vom Deckelbild, welcher in Burma im Jahr 1944 seine Spuren im Dschungel hinterlassen hat. Es steht also einiges, sehr interessantes zur Auswahl.
Die Decals dürften von MiniArt selbst stammen, da ich sonst keinen Hersteller entdecken kann. Sie weisen einen dünnen Trägerfilm auf, welcher fast perfekt mit den Rändern abschließt.
Fazit
Also diese U.S.-Tractor Serie kann ich nur wärmstens an alle, die mal etwas nicht Alltägliches bauen möchten, empfehlen. Die Teile sind allesamt großartig detailliert, man kann also mit einem prächtigen Endergebnis rechnen. Sie lassen sich natürlich auch perfekt mit anderen Modellen in einem Diorama kombinieren, oder aber stellen eine tolle Basis für ein Konstruktions-Diorama mit vielen Figuren. Anfänger mögen vielleicht etwas überfordert mit den vielen Teilen, oder der Bauanleitung sein, aber vielleicht ist das genau die richtige Feuertaufe?